Deutsche Künstler verklagen Rihanna

Saba Lou und King Khan aus Berlin, Deutschland, klagen Rihanna wegen unerlaubter Musiknutzung an (22. Dezember 2020)

Da hat sich Rihanna aber was eingefangen. Beim Zentralen Bezirksgericht von Kalifornien ist am 22. Dezember 2020 eine Anklage eingegangen. Zwei deutsche Künstler werfen Rihanna die unerlaubte Nutzung ihres Musikstücks vor. Den Dokumenten zufolge handelt es sich um einen Fenty-Werbeclip vom 14. Mai 2020, in der der Titel Good Habits (and Bad)“ der Sängerin Saba Lou zu hören ist. Rihanna präsentierte im selbstgedrehten Video nicht nur ihre Dreadlocks, sondern auch ihre neuesten Sonnenbrillen. Die dazugehörigen Musikrechte habe sie sich als Geschäftsführerin des Luxusmodelabels aber nicht eingeholt.

Urheberrecht: Nicht lizenzierter Song im Fenty-Werbeclip kommt aus Berlin

Da das Video im Netz über 3.4 Millionen Aufrufe erzielt habe, will die Interpretin, dass Rihanna nicht nur die Nutzung des Titels einstellt, sondern auch noch Schadensersatz zahlt. Saba Lou (19) ist eine Sängerin aus Berlin-Neukölln, die die Anklage zusammen mit ihrem Vater Arish Ahmad Khan (43) eingereicht hat. Der Musiker mit indisch sowie kanadischen Wurzeln ist weltweit unter seinem Künstlernamen „King Khan bekannt.

Da das Musikstück urheberrechtlich geschützt ist, die Künstler die Rechte an dem Titel halten und auch ein Plattenlabel involviert ist, hätte Rihanna den Song ohne Genehmigung nicht verwenden dürfen. Wohl gerade deshalb wurde das Promovideo mittlerweile auch schon von sämtlichen Netzwerken entfernt. Da Rihanna die Situation als Sängerin selbst ganz gut einschätzen kann, wird es am Ende vermutlich eine außergerichtliche Einigung geben. Auch Rihannas Songs sind urheberrechtlich geschützt und dürfen so z.B. nicht ohne Absprachen für einen gewerblichen Filmtrailer verwendet werden.