#EndSARS: Rihanna gegen Polizeigewalt

Rihanna äußert sich zu der SARS-Polizeigewalt in Nigeria (21. Oktober 2020)

Sie inhaftieren Unschuldige, erpressen ganze Familien und foltern Gefangene. Die Polizeieinheit Special Anti-Robbery Squad (kurz: SARS) hat im afrikanischen Land Nigeria keinen guten Ruf. Die Einheit, die im Jahr 1992 gegründet wurde, steht schon seit 2017 in der Kritik. Selbst Amnesty International warf dieser diverse Ungereimtheiten vor. Nachdem Anfang Oktober 2020 ein Video viral ging, in dem zu sehen ist, wie ein Beamter einen nigerianischen Bürger erschießt, entfachte die #EndSARS-Bewegung erneut. Auch Rihanna äußerte sich zu der Polizeigewalt im Land. Am 21. Oktober ließ sie folgende Worte über ihre sozialen Netzwerke teilen:

Rihanna: Ich kann dieser Folter nicht zusehen

Ich kann dieser Folter und Brutalisierung nicht einfach weiterzusehen, die immer wieder Nationen auf der ganzen Erde betrifft. Das ist Verrat gegenüber den Bürger. Die Menschen, die in den Positionen sind andere zu beschützen, sind diejenigen, vor denen wir uns am meisten fürchten müssen. Mein Herz bricht für Nigeria. Es ist unerträglich zuzusehen. Ich bin so stolz auf eure Stärke und die Tatsache, dass ihr nicht aufhört für das Richtige zu kämpfen. #ENDARS

Die Worte postet sie zusammen mit einer blutverschmierten Flagge des Landes. Die Proteste, die nach dem viralen Video entfacht sind, forderten derweil noch mehr Todesopfer.

Doch die internationale Anteilnahme zeigte schnell seine Früchte. Immerhin beteiligten sich weitere Stars wie z.B. Beyoncé, Kanye West und Naomi Campbell an der Hashtag. Die Regierung hat die SARS-Einheit zehn Tage vor Rihannas Post aufgelöst.

Die Proteste dauern aber an. Immerhin wurde bisher keiner der Beamten angeklagt, so ein lokaler Radiomoderator im „Spiegel“-Interview. Auch die Tatsache, dass die Beamten einfach in anderen Einheiten weiterarbeiten dürfen, sei kein zufriedenstellendes Ergebnis der Demonstrationen.

Rapper Wale und Musikproduzent Don Jazzy bedanken sich für Rihannas Anteilnahme

Unter Rihannas Instagram-Post finden sich derweil viele Kommentare von Einheimischen wieder, die dankbar dafür sind, dass Rihanna ihre Reichweite für so ein wichtiges Thema in einem ihr fremden und weit entfernten Land nutzt. Fotografin Amarachi Nwosu schreibt „danke, dass du deine Plattform nutzt“, während Rapper Wale und Musikproduzent Don Jazzy sich ebenfalls mit Emojis und einem „danke“ bemerkbar machen.

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