Alte Rihanna-Songs mit Spotify-Bestwerten

Rihanna hat am 9. Oktober 2020 plötzlich sehr hohe Streaming-Zahlen auf Spotify

Eigentlich müsste Rihanna gar keine neue Musik mehr veröffentlichen. Mit ihrem breiten Portfolio, inklusive den sage und schreibe 14 Nummer-Eins-Singles, hat sie schon längst ausgesorgt. Selbst in Zeiten wie diesen hören knapp 40 Millionen User im Monat ihre Tracks allein auf Spotify. 26 ihrer Songs erhalten auf der Plattform dabei im Schnitt je mindestens eine Million Streams in der Woche.

Gerüchten zufolge schüttet Spotify den Komponisten 0,0039 Cent pro Aufruf aus. Bei mindestens 26 Millionen Aufrufen/Woche ergibt das Einnahmen von über 100.000 Euro/Woche. Rihanna hat aber knapp 100 Titel auf der Plattform und wird natürlich auch von konkurrierenden Seiten wie YouTube und Apple Music vergütet. Vergangenen Freitag (9.10.) gab es auf Spotify aber noch mal einen rasanten Anstieg in ihren Streaming-Werten. Doch was war passiert?

„Pon De Replay“ im Jahr 2020 plötzlich Rihannas meist gestreamter Song

8.4 Millionen Streams erhielt sie allein am besagten Freitag. Vor allem ihre Alben Talk That Talk (2011) sowie Unapologetic (2012) erhielten so viel Aufmerksamkeit wie noch nie. Doch auch einige ihrer Singles wiesen im Oktober 2020 plötzlich Zahlen auf, die so noch nie zuvor erreicht wurden. S&M (2010) mit über zwei Millionen Streams in der gesamten Woche, Don’t Stop The Music (2007) mit über 360.000 Aufrufen/Tag und sogar ihre Debütsingle Pon De Replay (2005) erhielt am Freitag plötzlich um 21% mehr Zuhörer als noch am Vortag (uvm).

Grund dafür dürfte wohl eine Marketing-Aktion von Spotify gewesen sein. Wie zahlreiche Fans in den sozialen Medien belegen, stellte die Plattform Playlists aus jedem Jahr der 2000er auf die Startseite (variiert nach Land und User). Schon in den Beschreibungen wurde deutlich, dass sich Rihanna in jeder einzelnen Liste ab 2005 wiederfinden lässt. Da die beworbenen Playlists viele Zuhörer erreichen, sind wohl auch viele vor allem jüngere User auf die Songs aufmerksam geworden. Zahlreiche Rihanna-Titel erhielten demnach aufgrund der Playlists deutlich mehr Aufrufe als üblich.

Selbst am Tag darauf machte sich der Einfluss der Playlists noch bemerkbar. Pon De Replay“ (2005) war am 10. Oktober plötzlich ihr meist gestreamter Song des Tages. In den Download-Charts machten sich die Streaming-Zahlen übrigens nicht bemerkbar. Ganz getreu dem Trend der heutigen Zeit, wird Musik lieber schnell konsumiert als heruntergeladen. Lediglich „Disturbia“ steigt aktuell zumindest wieder in den amerikanischen iTunes-Charts. Grund dafür ist aber wohl eher die anstehende Halloween-Zeit.

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