Republikaner feuern gegen Rihanna

Republikaner feuern wegen "Fuck Trump"-Botschaft gegen Rihanna

Eigentlich hält sich Rihanna aus politischen Angelegenheiten ja eher heraus. Wenn es um den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump geht, positioniert sie aber ganz klar ihre Meinung. Vor erst wenigen Tagen gab es von ihr eine klare Botschaft zu lesen: Die Worte „Fuck Trump“, aufgesprüht auf einem Wagen auf der „Cadillac Ranch“ in Texas, bekamen aber nicht nur ihre Fans, sondern vor allem auch Anhänger des 74-jährigen Republikaners zu lesen. Und die waren alles andere als begeistert.

Texas in fester Hand der Republikaner

Immerhin gilt Texas schon seit 1976 als ein sogenannter „Roter Staat“. Die Mehrheit der circa 29 Millionen Einwohner stimmen bei den Präsidentschaftswahlen überwiegend für die konservativen Republikaner. Trump gewann die Wahlen im Jahr 2016 mit 52.2%. Die Demokratin Hillary Clinton, die von Rihanna unterstützt wurde, verlor mit 43.2%. Im Landkreis Potter, in dem sich die „Cadillac Ranch“ befindet, war der Unterschied sogar noch größer. 68.8% der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme für Trump ab. Es dauerte daher nicht lange, bis die ersten Politiker des Bundesstaates und auch Anwohner auf Rihannas Worte reagierten.

Politiker beleidigen Rihanna über Twitter

Die Republikanerin DeAnna Lorraine, die schon bei den Vorwahlen in Kalifornien aus dem Rennen ausschied, fand via Twitter diffamierende Worte über die Sängerin: „Du bist eine der größten Versagerinnen in der Musikindustrie. Hätte es deine Affäre mit Jay-Z nicht gegeben, wärst du heute noch eine Praktikantin.Für sie sei es unverständlich, dass eine Einwanderin „wütend auf ein Land“ sein könne, welches ihr ihren Reichtum ermöglicht hat.

Auch ihr Parteikollege Ronny Jackson, der im 13. Kongressbezirk von Texas antritt und mal der Leibarzt von Trump war, ließ es sich nicht nehmen, seine Meinung über Twitter kundzugeben:Das ist ziemlich respektlos gegenüber unser Land. Hier ist ein „wilder Gedanke“ für dich: Wenn du deine Karriere damit retten willst, in dem Du Trump schlecht redest, dann solltest du mal an einer neuen Strategie arbeiten (engl.: work work work). Hierher zu fliegen war eine schlechte Idee – Texas ist ein Trump-Land.“ Dass Rihanna mit ihrem Kommentar keinesfalls das Land, sondern lediglich dessen Präsident, gemeint hat, scheinen wohl beide Politiker außer Acht zu lassen.

Protestaktion an der Cadillac Ranch: Rihannas Botschaften übermalt

Doch selbst Anhänger der Republikaner scheinen es ähnlich aufgenommen zu haben. Nur einen Tag, nachdem Rihanna ihre Fotos online gestellt hat, versammelten sich an der „Cadillac Ranch“ eine handvoll Menschen, die nicht nur Rihannas Worte übersprühen, sondern vor Ort auch noch Pro-Trump-Kommentare hinterlassen wollten.

Der Lokalsender „KAMR“ hat die „Protestaktion“ begleitet und zahlreiche Trump-Fans vor die Kamera bekommen. Vor Ort seien auch zwei Menschen gewesen, die die Pro-Trump-Botschaften direkt wieder mit schwarzer Farbe übermalt haben.

Rihanna hat sich bislang nicht zu den Reaktionen geäußert.

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