BlackOutTuesday: Rihanna setzt Zeichen gegen Rassismus

Rihanna bei den NAACP Image Awards in Los Angeles (22. Februar 2020)

Wir kaufen nichts und verkaufen auch nichts. Gang Gang.“ Mit diesen Worten kündigt Rihanna am Dienstagmorgen an, dass sie und all ihre Unternehmen an der weltweiten Protestaktion „Black Out Tuesday“ (2. Juni) teilnehmen. Auch verbreitet unter der Hashtag #TheShowMustBeStopped.

Jamila Thomas und Brianna Agyemang haben dazu aufgefordert, aus Solidarität für Schwarze die Arbeit niederzulegen und ein Zeichen zu setzen. Beide arbeiten schon seit Jahren in hochrangigen Positionen in der Musikindustrie. Ihr Appell richtet sich daher vor allem an die Kollegen: „Diese Industrie profitiert hauptsächlich von der Kunst der Schwarzen.“

Die Webseite der Protestaktion wurde vor erst zwei Tagen ins Leben gerufen, dennoch hat sich die Aktion schnell herumgesprochen. Große Plattenfirmen wie Warner Music machen mit, genauso wie Künstler wie die Rolling Stones oder der Musiksender MTV. Sie alle unterstützen damit den Kampf gegen Rassismus, der nach dem tödlichen Polizeieinsatz rund um George Floyd erneut entfacht ist (hier mehr erfahren).

Auch Rihanna hat niedergelegt: All ihre Mitarbeiter von Fenty Beauty (Kosmetik), SavageX (Unterwäsche) sowie FENTY (Luxusmode) machen mit. Alle Unternehmen haben ihre Arbeit stillgelegt, die Online-Shops offline genommen und eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht:

Gemeinsame Pressemitteilung von Rihannas Unternehmen

Wir bleiben nicht still und schauen auch nicht einfach nur zu. Der Kampf gegen rassistische Ungleichheit, Ungerechtigkeit und der pure Rassismus hört nicht mit Worten oder Spenden auf.

In Solidarität mit der schwarzen Community, unseren Mitarbeitern, Freunden, Familien und Kollegen über Industrien hinweg, beteiligen wir uns am #BlackoutTuesday.

FENTY wird am Dienstag, dem 2. Juni keinen Geschäften nachgehen – und das weltweit. Das ist kein Ruhetag. An diesem Tag wollen wir reflektieren und Wege finden, um etwas zu verändern. An diesem Tag ziehen wir auf.

FENTY spendet an Hilfsorganisationen

Rihannas Luxusmodelabel FENTY kündigte desweiteren noch an, gleich zwei Organisationen mit Geldern zu versorgen: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris habe Gelder an die „Color Of Change“- sowie die „Black Lives Matter“-Bewegung gespendet. Weiter heißt es: „FENTY als Marke wurde gegründet, um Schönheit, Macht und Freiheit hervorzuheben. Wir sind viel zu mächtig, kreativ und robust, um all das von unseren schwarzen Mitmenschen wegnehmen zu lassen.

SavageX spendet an Hilfsorganisationen

Auch SavageX kündigte schon am 31. Mai an, dass man Gelder an gleich zwei Organisationen spenden würde: Rihannas Unterwäsche-Label habe demnach die „Black Lives Matter“-Bewegung in New York sowie das „Bail Project“ unterstützt, welches Inhaftierte aus dem Gefängnis freikauft, die unschuldig verhaftet wurden. Auch das Profilbild auf allen sozialen Netzwerken wurde abgedunkelt. Außerdem sah das Unternehmen davon ab, die neue Xtra VIP-Box, die zum 1. Juni erschien, auf der reichweitenstärksten Plattform Instagram zu vermarkten. Eine deutsche Übersetzung der Pressemitteilung wurde inklusive einiger Spendenaktionen derweil als E-Mail versandt.

Rihanna mag nicht an neue Musik denken

Die Musikindustrie geht sogar noch einen Schritt weiter: Zahlreiche Plattenfirmen haben bereits angekündigt, dass man sogar Neuveröffentlichungen vorerst verschieben möchte. Die aktuelle Zeit sei keine Zeit von guter Laune. Rihanna hat sich diesbezüglich noch nicht geäußert, über Instagram aber schon ihre Meinung dazu kundgegeben. Auf die Frage eines Fans, wo denn ihr neues Album bleibe, antwortete sie mit den Worten „fick dich“.

Viel lieber lässt sie über ihre humanitäre Clara Lionel Foundaton ihre Fans aufklären: Neben der Frage, an welche Organisationen man jetzt spenden sollte, ist der Non-Profit-Organisation vor allem wichtig, dass Amerikaner an den aktuell stattfindenden Vorwahlen teilnehmen.