Rihanna wegen Gigi Hadid-Foto angeklagt

Rihanna und Gigi Hadid vor der FentyxPuma Fashion Week Show in New York (12. Februar 2016)

Rihannas Unternehmen Fenty Corp wurde von einer New Yorker Fotoagentur angeklagt. Hintergrund: Ihr Modelabel FENTY stellte ein Foto von Gigi Hadid in die eigene Instagram-Story. Das Model trägt darauf eine Jeans-Jacke des Labels. Die Aufnahme war jedoch kein Teil einer eigenen Kampagne, sondern wurde von einem Paparazzi auf einer öffentlichen Straße geschossen.

Eine Lizenz dazu das Foto zu verbreiten, hatte Rihannas Unternehmen nicht erworben. Die Eva’s Photography Inc. hat am 1. Oktober 2019 daher Anklage vor dem Bezirksgericht in New York eingereicht. Die Kläger fordern eine Geldstrafe in Höhe von 135.000 Euro. Wie den Gerichtsunterlagen zu entnehmen ist, hat Rihannas Anwalt Jordan W. Siev der Kanzlei Reed Smith LLP den Fall an sich genommen.

Fenty Corp hat noch bis zum 22. November Zeit, um Stellung zu nehmen. Noch ist unklar, warum ausgerechnet Fenty Corp für das Teilen des Fotos angeklagt wurde. Die sozialen Netzwerke des jungen Modelabels werden schließlich von Mitarbeitern des französischen Mutterunternehmens LVMH geführt.

Keine Erfolgschancen für Rihanna

Die Klage ist jedoch berechtigt: Das Foto gehört nun mal dem rechtsmäßigen Urheber. Ohne die entsprechende Erlaubnis oder dem Erwerb einer Lizenz, darf das Foto unter keinen Umständen verwendet und verbreitet werden. Das Foto von Gigi Hadid diente dabei auch noch als Vermarktung der Marke und des Produkts. Rihanna hätte nicht einmal Anspruch auf das Foto, wenn es ein Paparazzi-Bild von ihr selbst gewesen wäre.

In den USA häufen sich aktuell Klagen von diversen Paparazzi bzw. den Agenturen dahinter. Jennifer Lopez steht aktuell mit einer ähnlichen Anklage vor Gericht: Sie hat einen Schnappschuss eines Fotografen unerlaubt im Netz geteilt. Darauf zu sehen? Sie selbst mit ihrem Freund. Auch Justin Bieber und Ariana Grande hatten das getan und wurden ebenfalls auf 135.000 Euro Schadensersatz angeklagt. Beide konnten sich jedoch außergerichtlich mit dem Kläger einigen. Gut möglich, dass Rihannas Fall ähnlich ausgehen wird. Für gewöhnlich werden dazu dann keine weiteren Details mehr genannt.

Gigi Hadid steht zu Rihanna

Weder Rihanna noch Fenty Corp haben sich bislang zu der Anklage geäußert. Für sie ist das die erste Beschwerde in dem Bereich. In Zukunft werden ihre Unternehmen mit Sicherheit weniger Aufnahmen von Stars in den eigenen Designs posten. Rihanna selbst teilt in den sozialen Medien ohnehin deutlich weniger als noch vor sieben Jahren. Fotos von offiziellen Events verbreitet sie nur, wenn sie mit den Kameras ihres persönlichen Fotografen Dennis Leupold geschossen wurden.

Gigi Hadid scheint mit einem Instagram-Post derweil Stellung zur Klage beziehen. Knapp einen Monat nach Veröffentlichung der SavageXFenty Fashion Week-Show auf Amazon Prime, teilt sie erneut einen Clip von sich aus der Show. Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Anklage, schreibt sie: „Danke Rihanna, dass ich Teil dieser Show sein durfte. Wir knien nieder!

Das Foto der Begierde kann in der Anklageschrift eingesehen werden.

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