Fan Ojani erzählt von seinem Rihanna-Treffen

Rihanna's fan Ojani (sawcjay) who met Rihanna at her coffee table book launch (October 11 2019)

Ich sagte ihr, dass sie mir das Leben gerettet hat.“ Mit diesen Worten kommentierte Ojani die vier Bilder auf Twitter, die sein unvergessliches Aufeinandertreffen mit Rihanna zeigen. Der 21-jährige New Yorker hatte die Chance seine Lieblingskünstlerin bei der Veröffentlichung ihres Fotobuchs im Guggenheim Museum (12.10.) zu treffen. Dies ist seine Geschichte.

Rihanna's fan Ojani (sawcjay) who met Rihanna at her coffee table book launch (October 11 2019)

Ojani – auch unter seinem Usernamen „sawcjay“ auf Twitter und Instagram bekannt – ist schon seit Juni 2013 ein großer Fan von Rihanna. YouTube habe ihm ihr Set vom „Hackney-Festival“ aus dem Jahr 2012 vorgeschlagen. In einer Zeit, die er selbst als die „schwierigste Zeit meines Lebens“ beschreibt. Wie er es uns verriet, begann Ojani im Alter von 13 Jahren seine sexuellen Präferenzen zu hinterfragen*: „Ich wusste schon immer, dass ich Jungs mag, den Mut mich als schwul zu outen, hatte ich aber noch nicht.“ Er fühlte sich nicht bereit dazu diesen Schritt zu gehen, ekelte sich vor sich selbst und hatte Suizidgedanken. Im Alter von 13 Jahren.

Rihanna half ihm sich selbst zu lieben

Der Auftritt hingegen gab ihm wieder Kraft. Endlich entdeckte er eine Künstlerin, mit der er sich identifizieren konnte. Rihanna erschien ihm nicht wie eine herkömmliche „Sängerin“. Er setzte sich hin und nahm sich die Zeit, um sich auf ihre Performances zu konzentrieren und ihre Songtexte zu verstehen: „Ich verliebte mich in sie.“ Sein Interesse in ihre gesamte Diskografie wuchs und er erfuhr mehr über ihre Persönlichkeit. „Ich lernte aus mir hinauswachsen und mich selbst zu lieben, ohne dabei Wert auf die Meinungen anderer zu legen. Nur ich kann ich selbst sein, niemand außer mir selbst weiß, was für mich am besten ist.“ Offenbar war es Rihanna, die es ihm zeigte sich selbst an erster Stelle zu setzen bevor er anderen Liebe schenkt.

In der Nacht des Buchevents hatte er endlich die Möglichkeit dazu es ihr auch persönlich zu sagen. Doch beinahe wäre das nicht möglich gewesen. Seine finanzielle Situation sollte ihm einen Strich durch die Rechnung ziehen. Seine Schwester war diejenige, die ihm die nötigen 160 Euro für das benötigte Ticket in letzter Sekunde bereitstellte. Er wurde sofort in eine Twitter-Gruppenunterhaltung mit anderen Fans hinzugefügt, die sich ebenfalls Tickets für das Event besorgten. „Was soll ich anziehen?“ war die wohl meist diskutierteste Frage des Chats mit circa. 30 Teilnehmern. Ojani war diese Frage aber egal, er mag es sowieso nicht sich aufwendig zu kleiden. Also besuchte er die Veranstaltung in einem schwarz-weiß gestreiften Pullover, laut eigener Aussage „unendlich nervös“ und aufgeregt, weil er die Nacht zuvor kaum schlafen konnte. Und dann war es soweit: Rihanna, direkt vor ihm!

Ich rief ihr „Du hast mein Leben gerettet“ zu und das war der Moment, in dem ich ihre Aufmerksamkeit für mich gewann.“ Rihanna bemerkte und umarmte ihn sofort: „Dann fragte sie mich, ob wir uns für ein Foto umdrehen und lächeln könnten.“ Diesen Moment halten die Bilder fest, die ihn mit Tränen in den Augen zeigen. Es war Miles Diggs, der unter Fans sehr beliebte Paparazzi „diggzy, der die Bilder schoss.

Diggzy schoss die Bilder – für lau

Miles machte die Aufnahmen mit seiner Profi-Kamera und schickte sie im Anschluss sofort an Ojani. Als Mitglied der Presse konnte er, anders als die Gäste, auch sein Smartphone mit hineinbringen. Deswegen war Ojani in der Lage die Schnappschüsse sofort nach Verlassen des Events zu teilen: „Er hätte Geld von mir verlangen oder die Bilder lizenzieren können, aber er schickte sie mir ohne jegliche Wasserzeichen oder sonstige Einschränkungen zu. Er kam auf mich zu, war äußerst freundlich und hielt den Moment für mich fest. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür.“

Die Begegnung mit Rihanna dauerte nicht länger als eine Minute. Das zweistündige Event war neben ihren eigenen Teams und Mitgliedern der Presse auch von über 200 Fans besucht. Für Ojani hingegen fühlte es sich an, als würde „die Umarmung Jahre andauern.“ Er ist glücklich darüber, dass er die Frau, die ihm zu so viel Kraft und Lebensmut verliehen hat, nun auch persönlich getroffen hat.

Hat er damit gerechnet sie zu treffen? Nein. Er hatte nicht mal mit einer kleinen Interaktion gerechnet. Wie fühlte er sich also nach diesem besonderen Zusammentreffen? „Ich weinte und weinte und weinte und weinte“, sagte er uns. „Es war so magisch – und das ist es auch immer noch.“ Natürlich gilt seine tiefe Dankbarkeit auch seiner Schwester: „Ohne sie hätte ich die beste Nacht meines Lebens gar nicht erlebt. Sie freut sich extrem über die Fotos und kann es genauso wenig wie ich fassen.

*Ojani erlaubte uns seine gesamte Geschichte zu erzählen: „Ja, ich bin mittlerweile vollständig geoutet, jeder weiß über mich Bescheid.

Dieser Artikel (im Original auf Englisch) wurde von Rihannas-Rehab.com-Leser Chris übersetzt.

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