Rihanna verteidigt Autorin ihres VOGUE-Interviews

Während wir Fans uns darüber freuten, mal wieder ein Rihanna-Interview lesen und ein paar neue Fotos bestaunen zu können, gab es im Netz große Kritik zur neuen Ausgabe der amerikanischen „VOGUE“. Die Autorin schrieb schon in ihrem Vorwort, dass sie kaum Zeit gehabt habe, um eine für gewöhnlich vorhandene Liste an Interview-Fragen vorzubereiten.

Schon im Einleitungssatz schreibt Abby Aguirre dazu: „Erst hat Rihanna das Interview von Donnerstag auf Mittwoch vorverlegt und dann erneut vom Abend auf den Nachmittag.“ Für die erfahrene Journalistin sollte das aber kein Problem sein, schließlich ist Rihanna ihr keine Fremde: Auch das Interview zur April 2016-Ausgabe hatte bereits sie geführt. Doch vor allem auf Twitter haben es die Kritiker als nicht gerade professionell angesehen. Eine Reporterin des „People-Magazins schrieb Rihanna darauf: „Bitte lass mich Dich das nächste Mal interviewen. Ich komme ABSOLUT vorbereitet zum Gespräch.“ Ein Tweet der Autorin Lauren Chanel Allen, in dem sie sich über ihre „VOGUE-Kollegin lustig macht, erhält enormen Zuspruch: 24.000 Retweets und 150.000 Likes (Stand 13.10.2019).

Die Autorin verteidigt sich

Rihanna auf dem Cover der US-VOGUE (November 2019 Ausgabe)

Die freiberufliche Autorin, die auch schon Größen wie Taylor Swift interviewte oder für die „Los Angeles Times“ schrieb, fühlte sich von der Kritik der hauptsächlich dunkelhäutigen Kollegenschaft ein wenig überrumpelt. Noch am Tag der Interview-Veröffentlichung löscht sie die Twitter-App vorübergehend vom Handy. Zuvor hatte sie sich noch verteidigt: „Ich wollte damit nur ausdrücken wie nervös ich war, vor solch einer Größe wie Rihanna zu stehen.“ Sie sei gerade in Jogginghose auf dem Weg zum Einkaufen gewesen, als der Anruf plötzlich kam, dass das Interview um weitere Stunden vorverlegt wurde. Sie könne den Ärger im Netz zwar verstehen, sieht das Ganze aber als großes Missverständnis.

Auch Rihanna habe davon gewusst. Während sie der Autorin noch vor dem Interview gesagt haben soll, dass sie ein Interview doch auch immer improvisieren würde, twitterte sie später noch folgende Info: „Sie hasst es wenn Journalisten ganze Listen an vorbereiteten Fragen mitbringen.

Rihannas Reaktion auf die Kritik

Es gab aber auch Kollegen, die hinter Abby standen und nachvollziehen konnten wie es gemeint war. Solch spontanen Interviews sind in der Medienbranche zwar keine Seltenheit, setzen jedoch voraus, dass man den Interviewpartner zumindest grob kennt. Rihanna selbst scheint da kein Problem mit gehabt zu haben. Auf dem schwarzen Teppich ihrer Buch-Launch wurde sie vom „Women’s Wear Daily-Magazin auf die Situation angesprochen. Von der Kritik scheint sie bis dato nichts mitbekommen zu haben, schließlich sagt sie:

Rihanna auf dem schwarzen Teppich ihres Fotobuch-Events (11. Oktober 2019)

Warte mal… was? Nein, nein, nein, nein! Plötzlich den Anruf „Hey, Rihanna ist in Los Angeles, willst Du das Interview jetzt schon führen“ zu bekommen, ist schon ziemlich Gangster! Ohne wirkliche Vorbereitung zu erscheinen, ist echt mutig. Sie ist auch noch pünktlich vor Ort gewesen und hat einen wunderbaren Artikel verfasst. Ich bin stolz darauf und habe es genossen durchzulesen. Sie ist ein knallharter Typ dafür.

Auch Abby freute sich über die aufmunternden Worte ihres einstigen Gegenübers und schließt mit folgendem Tweet mit der Situation ab: „Ich sitze hier mit vollster Big Dick-Confidence.“ Das steht im Deutschen in etwa für ein ziemlich großes Selbstbewusstsein.

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