Rihanna ist NICHT schwanger! Wie das Gerücht (erneut) zustande kam…

Rihanna auf dem FENTY Beauty-Event in Dubai (29. September 2018)

Lasst es uns kurz machen: Nein, Rihanna ist nicht schwanger! Wer hat Dir das schon wieder eingeredet? Der SWR3? Die InTouch oder doch Radio Hamburg? Sie alle beruhen sich auf eine Screenshot aus Rihannas Instagram-Account. Demnach habe sie das ausgerechnete Geburtsdatum ihres Babys in die Welt getragen: Am 5. Juni 2019 erwarte sie ihr Kind – ein Junge! Das weiß sie schon jetzt, im ersten Schwangerschaftsmonat, und fügte der Bildbeschreibung dementsprechend noch ein Emoji eines kleinen Jungen hinzu. Hinterfragen tut dies niemand. Befand sich der Post jemals auf der Timeline von „Badgalriri“? Nein. Rihanna Fake-News: Schwangerschaft via Instagram angekündigtDoch die Medien haben da so eine Ausrede für: „Das Foto hat sie wieder gelöscht.“

Entstanden ist das Gerücht aber auf Twitter. Der Account „StanNewz“ setzte die Meldung und das dazugehörige bearbeitete Foto bereits am 25. Oktober 2018 online – und somit exakt zwei Wochen bevor die Nachricht auch die deutschen Medien erreichte. Doch auf der dynamischen Plattform von Twitter ging die Meldung natürlich sofort viral – zahlreiche Retweets erreichten bis zu zehntausend weitere Menschen. Die Klatschpresse bekommt durch Social Media-Monitoring-Tools natürlich sofort was von mit: „Hey, auf Twitter spricht gerade jeder über das Thema!“ In der Regel gilt „MTO News“ (aber auch HollywoodLife, Radar Online, The Sun, …) zu den ersten, die realisieren welche Themen gerade hip sind. Die amerikanische Plattform „Media Take Out“ ist schon seit Jahren bekannt dafür die skurrilsten und vor allem falschesten Gerüchte zu verbreiten, die es in der Medienlandschaft zu finden gibt. Selbstverständlich ist es daher auch die erste Plattform, die aus der Falschmeldung aus den Sozialen Medien, eine „Fake News“ für die breite Masse macht. Und um es noch glaubwürdiger zu verkaufen, wird noch behauptet die Info habe man „exklusiv“ (und nicht von Twitter), während ein „unoffizieller Pressesprecher“ noch hinzugelogen wird. Eine offizielle Pressemitteilung hat es aber nie gegeben, generell äußert sich Rihannas (einzige) Pressesprecherin Amanda Silverman auch nie über irgendwelche Gerüchte. Doch warum dann journalistische Texte veröffentlichen mit der Intention eine Lüge als Fakt zu verbreiten? Wer sich die Seite von „MTO News“ genauer ansieht, weiß schnell warum: Ein Werbebanner über dem Text, ein mitfließender an der Seite, ein Kästchen im Text verankert und gleich diverse Verlinkungen am Ende der Seite.

„Media Take Out“ existiert bereits seit 2006 und verfolgt nur einer klaren Strategie: User auf die Webseite locken. Denn desto mehr sich auf den unendlich vielen Seiten der Plattform bewegen, umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese auf die teils verlockenden Werbebanner klicken. Und das bedeutet Geld! Jeder einzelne Klick darauf bringt dem ugandischen Betreiber der Seite sein Gehalt ins Portemonnaie. Andere Webseiten arbeiten da nicht anders, sind teilweise sogar „extremer“. Hat das sogenannte „Clickbait“ (in etwa: Klickköder) nämlich funktioniert und der User ist erst einmal auf der eigenen Seite, packt man die letztendliche News nicht in einen Text, sondern viel lieber noch in ein Video. Denn hier konfiguriert der oder andere noch Werbung in Form von Bewegtbild in den Player. Am liebsten noch vor dem Inhalt, sodass der User quasi gezwungen ist sich den Werbeclip auch anzusehen. Je nach Reichweite und Stellenwert der Webseite kann man damit schon gutes Geld verdienen. Gerüchte rund um Rihanna verbreiten sich daher so schnell und gern, weil sie am Ende des Tages bares Geld einbringen. Rihanna geht damit aber ganz locker um – surft selbst kaum im Netz – und weiß, dass da schließlich Jobs von abhängig sind. Sie lässt solche Gerüchte daher viel lieber ruhen und lässt uns ihre Haltung dazu über andere Wege vermitteln: Wer heute nämlich nach dem Twiter-Account von „StanNewz“ sucht, wird nicht mehr fündig werden – der Account wurde gelöscht.

Rihanna bei den Grammy-Awards (28. Januar 2018)Schwanger war Rihanna laut unserem Archiv an „dementierten Gerüchten“ übrigens schon ganze zehn Mal. Das letzte Mal zum Zeitpunkt der diesjährigen Grammy-Awards. In sechs der Fälle entstand das Gerücht auch tatsächlich auf der Plattform von „Media Take Out“. Um solchen Gerüchten den Kampf anzusagen, gründeten erfahrene Journalisten im Jahr 2009 daher die Plattform „GossipCop“. Mit geschultem Blick auf vertrauenswürdige Webseiten und guten Kontakten in die Medienlandschaft, konnte das „schwanger sein“-Gerücht auch hier schon diverse Male dementiert werden. Single ist Rihanna übrigens auch nicht. Nach der vermeintlich sechsten Trennung von Hassan Jameel, ist dann auch endgültig Schluss. Doch auch das: Alles nur Blödsinn. Rihanna und Hassan genießen ihre eindeutige On-Beziehung und leben ihr Leben viel lieber schweigend und in Ruhe in London. Und die nächsten Gerüchte stehen garantiert schon vor ihrer Haustür…

Schreibe einen Kommentar