Rihanna ist jetzt Politikerin! Was ihre neue Rolle als Botschafterin nun für sie bedeutet?

Rihanna auf der GPE Financing Conference in Senegal (2. Februar 2018)

Rihanna und Barbados sind gedanklich schon nicht mehr voneinander zu trennen: Immerhin gilt sie doch als das wertvollste Exportgut der Karibikinsel. Schon im Jahr 2008 sahen es auch die Politiker so und ernannten die damals 20-Jährige zur Tourismus-Botschafterin. Nun, ganze zehn Jahre darauf, legt die im Mai 2018 neu gewählte Regierung noch eine Schippe drauf. Premierministerin Mia Amor Mottley, die während ihrer Präsidentschaftswahl schon von Rihanna unterstützt wurde, kürt diese nun zur „außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafterin von Barbados“. An eine solch einmalige, aber zeitlich unbegrenzte Aufgabe und Ehre kommt man ausschließlich über die Bitte der oder des Präsidenten heran. Doch was bedeutet das jetzt für Rihanna? „Madame le ministre“ ist ab sofort Repräsentantin ihres Landes und ist dadurch auch bevollmächtigt Verhandlungen zu führen oder Entscheidungen zu treffen. In einer offiziellen Pressemitteilung wurden ihr insbesondere die Tätigkeitsfelder „Bildung, Investitionen und Tourismus“ zugeteilt. Mit dem Wunsch Barbados einem neuen Image zuzuordnen, darf Rihanna ab sofort im Namen ihrer Bürger sprechen, für diese in ein Gastland reisen und auch Verträge für diese abschließen. Die erste Präsidentin des Landes gab dazu noch folgende Worte von sich:

„Rihanna verbindet eine innige Liebe zum Land, das sie sehr als ihr zu Hause schätzt. Durch ihre philantropischen Projekte hat sie uns auch ihren Patriotismus bereits beweisen können. Sie steht für einen außerordentlich kreativen Verstand und einen Scharfsinn auf unternehmerischer Ebene. Es passt daher, dass wir sie dazu ermächtigen eine maßgebliche Rolle im Namen unseres Landes anzutreten.“

Logo von Rihannas Clara Lionel Foundation (2018)Durch ihre eigene „Clara Lionel“-Foundation investierte Rihanna bereits mehrere Millionen in ihr Land: Baute für über 1.5 Millionen Euro u.a. ein Krankenhaus aus und vergab bereits zahlreiche Stipendien an junge Nachwuchstalente. „Jeder von uns wird eine Rolle dabei spielen, um Barbados neu zu erfinden“, so sagt sie. Sie freue über sich die neue Verantwortung und kann es kaum noch abwarten dieser auch nachzugehen.

Dass sich Rihanna gerne Mal politisch einsetzt, beweiste sie uns jüngst noch vor erst wenigen Tagen: Sie twitterte gleich vier Regierungen an, die ihrer Meinung nach zu wenig in die weltweite Bildung investieren würden. Darunter gehörte neben Australien, Finnland und Japan auch Deutschland. Auf die Bitte die Spendensumme doch auf 50 Millionen Euro im Jahr zu steigern, gab es vom Regierungssprecher Steffen Seibert auch prompt eine Antwort: „Der Zugang zur Bildung ist ein Grundrecht für jeden. Wir unterstützen das aktiv und planen unser Engagement in Entwicklungsländern noch weiter auszubauen.“ Was man Rihanna wohl nicht mitgeteilt hat: Deutschland investierte allein im Jahr 2016 bereits 1.78 Milliarden Euro in die Bildung von insgesamt 70 Ländern. Rihanna selbst hofft jedoch darauf, dass Deutschland mehr in den Topf der „Globalen Partnerschaft für Bildung“ einzahlt. Denn auch die internationale Organisation stellte Rihanna im September 2016 als ihre Botschafterin ein. Premierministerin Mia schätzt daher auch Rihannas globalen Einsatz und wird in Zukunft mit Sicherheit auch durch ihr großes Netzwerk profitieren können…

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