Stand 2018: Rihanna ist die erfolgreichste, stylischste & einflussreichste Sängerin ihrer Generation

Rihanna bei der Ocean's Eight Premiere in London (13. Juni 2018)

Als die offizielle Auswertung der „erfolgreichsten Hot 100 Künstler“ vor drei Jahren zum ersten Mal erschien, war die Freude bereits groß: Mit gerade einmal 27 Jahren schaffte es Rihanna sich mit erhobenen Hauptes auf Rang 13 zu positionieren. Keine ihrer derzeitigen Konkurrentinnen konnte ihr das Wasser reichen, viel eher konnte sie ihre Platzierung selbst inmitten von Künstlern wie Michael Jackson oder auch den Beatles behaupten. Nun zum 60. Geburtstag der amerikanischen Single-Charts, die man seit dem 04. August 1958 auch als „Hot 100“ kennt, hat das Billboard-Musikmagazin die Zahlen mal auf den aktuellen Stand gebracht. Und nach Hits wie „Work“ (neun Wochen auf Platz Eins) und Dauerbrennern wie „Love On The Brain“ (31 Wochen in den Charts) ging es für Rihanna gleich drei Positionen hinauf in die Top 10. Sie gilt immer noch als der jüngste Künstler in der Top 20 und darin auch als der einzige Act, der erst nach der Jahrtausendwende debütierte. 61 Songs konnte Rihanna im Laufe der letzten 13 Jahre bereits in den US-Charts platzieren, 31 davon schafften es in die Top 10 und so gut wie die Hälfte davon (14) sogar auf die Poleposition. Und da jede Woche auf der Eins die höchste Anzahl an Punkten einbringt, gilt Rihanna in Hinblick Singles als die unangefochtene Königin der Charts. Taylor Swift sowie Katy Perry folgen ihr jedoch schon dicht auf Rang 24 bzw. 25. Vor ihr stehen unter den Frauen übrigens lediglich Kolleginnen wie Madonna (2), Mariah Carey (5) sowie Janet Jackson (7) und Whitney Houston (9). Sie alle haben aber auch schon einige Jahre mehr auf dem Buckel…

Die Liste der erfolgreichsten Pop-Sängerinnen führt Rihanna derweil an. Vor allem „We Found Love“ sei es zu verschulden, dass Rihanna in der Mainstream-Genre am besten ankommt. Es ist schließlich auch die einzige Rihanna-Nummer die sich bislang in der Top 100 der erfolgreichsten Singles der USA platzieren konnte (Platz 27). In der Top 200 der erfolgreichsten Alben der US-Geschichte sucht man Rihannas Namen jedoch vergeblich. Ihren direkten männlichen Konkurrenten der aktuellen Generation ist sie hingegen weit voraus: Rapper Drake ist in der Liste der erfolgreichsten Hot 100 Künstler nicht einmal vertreten. Zwei seiner mittlerweile sechs Nummer-Eins-Singles sind den Rihanna-Hits „What’s My Name“ sowie „Work“ zu verdanken – mit der LOUD-Zweitsingle erreichte er, noch lange vor dem Streaming-Höhepunkt, seine bis dato höchste Chartplatzierung.

Rihanna mit DrakeDennoch holt ihr kanadischer Kollege sie aktuell überall ein: Seit vergangener Woche hält nun er ihren ehemaligen Rekord und weist mit aktuell 42 Wochen auf Platz 1 der US-Charts die meisten Wochen auf dem Thron auf – seine Single „In My Feelings“ steht aktuell immer noch auf der Eins. Rihanna liegt mit 41 Wochen somit nun auf dem Silberrang und weist in diesem Jahrzehnt die zweit meisten Wochen auf der Chartspitze auf. Und auch in Hinsicht der Single-Zertifikationen hat Drake seit wenigen Tagen die Nase vorn. Während Rihanna vor zwei Jahren noch die Erste war, die die 100 Millionen Grenze knackte, steht Drake mittlerweile bei 142 Millionen und lässt Rihanna mit 18 Millionen weniger Auszeichnungen in den USA im Schatten stehen.

Stören sollte es sie aber eher weniger, immerhin gestand sie im aktuellen VOGUE-Interview ja auch, dass ihr Preise, Verkaufszahlen und Chartpositionen mittlerweile egal sind. Warum sollte sie sich auch rein auf die Musikbranche konzentrieren? Ehrende Titel gibt es von allen Seiten: Pitchfork ernannte sie vor wenigen Wochen zum „stylischsten Popstar ihrer Generation“ und das Esquire-Magazin sieht in ihr eine der „schönsten Frauen aller Zeiten“. Rihanna mit AdeleDas Fortune-Magazin nahm sie in diesem Jahr sogar noch das erste Mal in ihre „40 unter 40 Jahren“-Liste auf. Rihanna platziert sich hier auf Rang 21 der einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Das sah natürlich auch das renommierte Time-Magazin so und ernannte sie vor Zurzem zu eine der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres. Das Plädoyer zu ihrer Wahl schrieb die nur zwei Monate jüngere Sängerin Adele, die sich inmitten ihrer musikalischen Auszeit noch die Mühe machte, um folgende lobende Worte loszuwerden: „An unser erstes Kennenlernen kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, vor lauter Schock war ich mit Sicherheit wie betäubt. Ihr Werdegang zum Superstartum wirkte schließlich so beständig, wohlverdient und extrem natürlich. Sie hat nun mal ihre eigenen Regeln und schreibt die der Szene um. Trotzdem ist sie als Mensch immer noch so loyal, lustig und freundlich geblieben.“

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