Meisten Follower, meisten Hörer, die wertvollsten Rekorde: So regiert Rihanna Spotify & Youtube Music

Rihanna

Vor ziemlich exakt drei Jahren knackte Rihanna noch die fünf Millionen Abonnentenzahl auf Spotify – heute sind es nach über neun Milliarden Streams (exkl. Features) schon stolze 25 Millionen. Überraschend ist das aber nicht, immerhin wurde Rihanna seit 2011 auch Jahr für Jahr als die „meist gestreamte Künstlerin auf Spotify“ ausgezeichnet – sieben Jahre in Folge! Rihanna hat also alles richtig gemacht und sich zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt eingelassen. Da sich aber kaum eine Branche so schnell weiterentwickelt wie diese, ist es Zeit mal wieder den Überblick zu bekommen. Ist Rihanna immer noch die „Queen of Streaming“?

Mit über 2.6 Millionen Streams gilt „ANTI“ als ihr Küken schon als ihr meist gestreamtes Album. Lediglich Ariana Grande und Zara Larrson haben noch Alben, die unter den Mädels in der Branche sogar noch öfter gehört wurden. Doch es soll ja nicht auf Masse, sondern auf Klasse ankommen und da punktet wiederum erneut Rihanna. Denn es sind nur Beyoncé und auch RiRi, bei denen die Konsumenten gleich drei ihrer Alben jeweils über eine Milliarde mal anhören wollten. Auch Unapologetic und LOUD haben das Ziel somit schon erreicht – und auch „Talk That Talk“ steht kurz davor, sodass Rihanna Beyoncé in Kürze vom geteilten Rang abwimmeln kann. In Sachen Followern hat sie es bereits getan: 25 Millionen User haben Rihanna abonniert, 16.4 Millionen weist Ariana Grande auf (Platz 2) und 14.4 Millionen stehen auf Beyoncé (Platz 3).

Nur die männlichen Kollegen schneiden im Streamingbereich noch besser ab: Sämtliche Statistiken werden daher von Drake, Ed Sheeran sowie Justin Bieber angeführt. Während Justin Bieber z.B. schon ganze acht Songs in der Top 100 der „Spotify Global“-Charts platzieren konnte, schaffte es Rihanna bislang „nur“ mit vieren. Ihre Kolleginnen schafften bisher nicht mal drei. Unter den Solo-Rihanna-Titeln ist es mit 606 Millionen Aufrufen übrigens „Needed Me“, der am meisten geklickt wurde – kein Song einer weiblichen Künstlerin hat in den USA mehr Aufrufe. Auch in Hinsicht Alben hat Rihanna die Nase vorn: Inklusive sämtlicher Remix-Editionen ist „ANTI“ das meist gehörte Studioalbum einer Frau überhaupt. In den Single-Charts haben „This Is What You Came For“ (829Mio.), „Work“ (800Mio.) sowie „Too Good“ mit Drake (668Mio.) sogar noch mehr Klicks. Rihanna auf der FENTY Beauty-Launchparty in New York (8. September 2017)Um da noch mithalten zu können, sollte Rihanna in Kürze aber nachlegen, denn die nächste Generation der Nachwuchssängerinnen profitiert vor allem von den neuesten Streaming-Regelungen. Immerhin fließen hohe Streaming-Zahlen auch in die offiziellen Single-Charts ein – in vielen Ländern ist das bereits gesetzt. In Deutschland werden z.B. nur die zwölf meist gehörten Lieder eines Albums gewertet, die alle für mind. 31 Sekunden durch zahlende Abonnenten gehört werden müssen. Werbefinanzierte Plays – und somit Aufrufe von Nichtzahlenden – werden hier gar nicht erst berücksichtigt. In den USA war das bis vor kurzem noch anders – jeder Stream war gleichgültig, doch das hat sich jetzt vor allem für die „Hot 200“ geändert. Für die Albencharts bedeutet das fortan: 1.250 Streams eines zahlenden Kunden ergeben nun ein verkauftes Album, werbefinanzierte Klicks oder durch Playlisten verleitete Aufrufe werden hingegen in 3.750-Schritten gewichtet.

Auch Youtube ist da miteinbezogen. Die Google-Tochter führte vor wenigen Wochen noch den eigenen Streaming-Anbieter Youtube Music ein. Für 9.99€/Monat bietet die App fortan noch das Downloaden der Musikvideos an und lässt die Musik sogar in gesperrtem Bildschirm weiterlaufen. Rihanna kann das egal sein. Erst vorgestern erreichte ihr Youtube-Channel 30 Millionen Abonnenten. Thumbnail aus Rihannas VEVO-AccountDen Titel als „meist gefolgte Künstlerin auf Youtube“ hat Rihanna aber schon längst verloren: Katy Perry (300.000 Abonnenten mehr) und auch Taylor Swift (+500.000) zogen bereits an ihr vorbei. Allerdings muss dazu gesagt werden: Youtube addierte kürzlich die Abonnenten der Künstlerseiten von VEVO und den eigenen Profilen zusammen. Ohne diese Synergien würde Rihanna die Liste immer noch anführen. Dennoch kann sich Rihanna mit dem zwölften Account mit den meisten Followern der Plattform immer noch gut sehen lassen. Und obwohl beide Konkurrentinnen sie auch in Hinsicht „meisten Aufrufe“ überholt haben, punktet Rihanna immer noch mit dem „meisten Videos über 100 Millionen Aufrufen“-Rekord. Mit 43 Clips an der Zahl schneidet Rihanna hier am besten ab, Nicki Minaj kommt ihr mit 42 Videos aber schon gefährlich nahe. Sie und Katy Perry sind es auch, die noch einen weiteren Rekord mit Rihanna teilen: Alle drei haben schon vier Musikvideos, die über eine Milliarde mal aufgerufen wurden. Auch auf Youtube weist unter den Rihanna-Clips mit rund zwei Milliarden Aufrufen übrigens „This Is What You Came For“ die meisten Klicks auf – damit reicht es auch auf Platz 32 in der Liste der „meist geklickten Musikvideos auf Youtube“.

Übrigens: „Sex With Me“ wurde im letzten Jahr als der Song ausgezeichnet, zu dem Spotify-User am liebsten Sex haben. Die Playlist „This Is Rihanna“ ist mit über einer Millionen Followern derweil noch die meist abonnierte Playlists einer Künstlerin. Monatlich sind es sogar 29.6 Millionen Hörer, die sich Rihannas Songs auf Dauerschleife anhören möchten. Fasst man daher alles zusammen, gilt Rihanna trotz großer Einbüßen auf Youtube immer noch als die „Königin der Streaming-Plattformen“. Immerhin war sie im März 2018 auch die erste Sängerin, die auf Apple Music die zwei Milliarden Grenze an Streams knacken konnte. Feststeht jedoch, dass ihr die Rekorde ohne Nachschub schnell vergriffen sein können…

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