Die Zukunft von FENTY Mode: Ohne Puma in Richtung Eigenmarke!

Rihanna auf der Ocean's Eight-Premiere in New York (05. Juni 2018)

Erst waren es die kuscheligen „Fur Slides“, dann die „Bow Slides“ mit der Schleife, dann die transparenten „Jelly Slides“ für den Strand, darauf die „University Slides“ und heute sind noch die Surfer-Sandalen hinzugekommen. Ein lukratives Geschäft – immerhin macht Puma weltweit den meisten Umsatz mit ihrer Schuhware. Besonders Rihannas Treter kommen dabei gut weg: Allein von den „Slides“ gibt es mittlerweile ganze 18 verschiedene (Farb)-Modelle. Ihre ganz eigene Creeper-Ausgabe des Puma „Basket“-Sneakers erschien sogar in weit über 20 Optionen. Mit den heute gelaunchten Slides beendet Rihanna aber auch schon beinahe ihre aktuelle Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2018, die es seit dem 15. März etappenweise in unsere Regale schaffte. Knapp über 100 Designs erschienen seither im Nylon-inspirierten Look des Motocross-Sports, doch schon bald geht verkaufstechnisch in Richtung Herbst/Winter. Bloß Rihanna macht da wohl nicht mehr mit. Denn während alle großen Designer im Frühjahr ihre kommenden Kollektionen präsentierten, ließ Rihanna – nachdem alle bisher vier bekannten Kollektionen groß präsentiert wurden – die Fashion Weeks mal aus. Rihannas Kampagne für die FENTYxPuma Frühjahr/Sommer-Kollektion 2018Was Rihanna genau im Dezember 2014 im bayrischen Herzogenaurach unterschrieb, wurde nie offiziell publiziert, doch es sieht ganz danach aus, als wäre nun Schluss mit „FENTYxPuma“.

Doch war es das jetzt? Schluss mit Mode? Wohl kaum. Denn Rihanna hat schon vor Wochen ausgesorgt: Ließ sich die Rechte an ihrem Markenzeichen „FENTY“ großzügig ausweiten. Im Mai 2018 reichte Sie die Anträge ein: „FENTY“ solle in Zukunft nicht mehr bloß für den Kosmetikbereich geschützt sein, sondern so gut wie die ganze Modewelt abdecken. Studiert man die Papiere genau durch, plant Rihanna in Zukunft noch Klamotten, Bademode, Schmuck und Accessoires auf den Markt zu bringen. Dann aber nicht mehr als irgendein Partner, sondern als eigenständige Marke. Gut möglich, dass Rihanna ihrem Mutterkonzern von „FENTY Beauty“ aber treu bleibt und einfach auch „FENTY Mode“ unter LVMH laufen lässt. Schließlich haben die als eine weltweit agierende Luxusgüter-Gesellschaft nicht nur gute Kontakte zu Produktionsfirmen und Vertrieben, sondern weisen in ihrem Portfolio auch schon Labels wie Loewe, Louis Vuitton, Fendi, Céline, Dior, Pucci, Givenchy, Marc Jacobs und Kenzo auf. Bis die Pläne aber umgesetzt werden, könnte noch eine ganze Weile vergehen. Dennoch müsste sich Rihanna schon jetzt von ihren Mode-Kooperationen trennen, um sich vollständig auf ihre eigene Linie konzentrieren zu können. „FENTY Beauty“ steckte bis zur Ankündigung immerhin auch zwei Jahre lang in Vorbereitung.

Feststeht aber schon jetzt, dass das amerikanische Patent- und Markenamt ihre Anträge bereits bewilligt hat (12. Juni 2018). Theoretisch könnte Rihanna ihre Zukunftspläne so schon ab Mitte Juli offiziell verkünden. Bis dahin hat die Konkurrenz nämlich noch Zeit Einspruch einzulegen, sollten Rihannas angedachten Markenzeichen bereits vorhandene Schutzmarken schädigen. „SavagexFENTY“ wurde übrigens nur einen Monat nach Ablauf dieser Frist verkündet. Gut möglich also, dass Rihanna hinter verschlossenen Türen schon längst an ihren eigenen Blusen, Bikinis und Goldketten tüftelt…