Rihanna vs. die deutsche Politik: Wie Sie ihren Einfluss im Netz ausnutzt!

Rihannas Kampagnenbild für ihre

Sprüche wie „Rihanna nutzt ihre Macht nie für etwas Nützliches aus“ sollten eigentlich schon längst ausgestorben sein, schließlich setzt sich die mittlerweile 29-jährige Geschäftsfrau schon seit ihrem 18. Lebensjahr für unzählige wohltätige Projekte ein. Spätestens aber seit ihrer Ernennung zur „Globalen Bildungsbotschafterin“, geht es sogar politisch heiß her. Die kanadische sowie französische Regierung bekam schon im letzten Jahr ihr Fett weg, nun legt sich Rihanna sogar noch mit den argentinischen und deutschen Behörden an. Über Twitter ließ sie vor kurzem öffentliche tweets versenden, die nicht nur die Aufmerksamkeit ihrer 74.3 Millionen Follower erregten. Neben der weltweiten Presse schnappten nämlich auch die erwähnten Politiker ihre Kurznachrichten auf. Bloß einer reagierte bisher noch nicht: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Seine Kollegen waren da schneller dran.

Mit der Hetzkampagne, die durch die Organisation „Global Citizen“ ins Leben gerufen wurde, möchte Rihanna das Bewusstsein für mehr Bildung auf der Welt stärken. Schließlich seien weltweit noch immer über 263 Millionen Kinder und Jugendliche nicht einmal in der Lage eine Schule aufzusuchen. Und wer könnte da schon mehr bewirken als die Mitgliedstaaten der „G20“? Dem Zusammenschluss aus 20 weltweiten Ländern, die seit 1999 zentrale Fragen zu internationalen Angelegenheiten besprechen. Das Problem darin? Das Hauptthema der jährlichen Veranstaltungen dreht sich eigentlich nur um die Wirtschaft. Rihanna gemeinsam mit Ein Dorn im Auge Rihannas! Sie ruft somit den kanadischen Präsidenten Justin Trudeau, den französischen Amtskollegen Emmanuel Macron, den argentinischen Oberbefehlshaber Mauricio Macri sowie den Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert dazu auf, dass auch die Rubrik „Bildung“ thematisiert werden sollte. Und die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten! Seibert twitterte schnell zurück, enttäuschte aber mit der gelieferten Botschaft: „Bildung ist ein Hauptthema in der deutschen Entwicklungspolitik. Wir haben unsere Ausgaben darin seit 2013 verdoppelt.“ Der diesjährige Gipfel wird am 7. sowie 8. Juli in Hamburg veranstaltet, im nächsten Jahr wird aber Argentinien den Gastgeber spielen. Während die deutsche Regierung daher nicht wirklich auf Rihannas Anforderungen eingegangen ist, spricht der argentinische Politiker Esteban Bullrich schon klarere Worte aus: „Wir sind absolut bemüht darin das Thema „Bildung“ als eine Priorität einzustufen!“ Und selbst der Präsident ist überzeugt von Rihannas Engagement: „Bildung steht im Fokus unserer politischen Ziele. Nur Bildung kann die Welt verändern!“

Ob und was Rihannas Twitter-Aufruf noch auslösen wird, wird sich wohl erst nächste Woche unter Beweis stellen können. Feststeht aber, dass Rihanna schon mit solch wenigen Worten ziemlich erfolgreich sein kann. Das sah nun auch das renommierte „TIME“-Magazin so und nahm Sie in die gestern veröffentlichte Liste der „30 einflussreichsten Personen im Internet“ auf. Die vor drei Jahren ins Leben gerufene Auflistung basiert vor allem auf analysierte Daten aus den Social Media-Profilen der Stars, berücksichtigt aber auch Klickzahlen der hauseigenen Artikel und deren Verbreitung in den Leitmedien. Rihanna steht nun das erste Mal in der Liste (ohne wirkliche Rangfolge) und hat ihre „Mitgliedschaft“ laut Autorin Cady Lang vor allem aufgrund ihrer Macht im Netz verdient: Wer Schlagzeilen allein durch willkürliche Snapchat-Stories, verrückte Outfits oder reine Instagram-Memes generieren könne, habe seinen Einfluss mehr als unter Beweis stellen können.

__

Die „Global Citizen“-Organisation veranstaltet am 7. Juli noch ein Benefizkonzert im Namen der aktuellen Kampagne. Tickets dazu kann man im Netz gewinnen, zu kaufen gab es keine. Wer daher noch Interesse am Konzert in der Hamburger Barclaycard Arena hat, kann hier noch bis zum 3. Juli einige Tickets gewinnen. Herbert Grönemeyer und auch Coldplay sollen auftreten, während u.a. noch Shakira, Pharrell Williams, Ellie Goulding, Andreas Bourani und Lena vor Ort sein werden. Rihanna hingegen wurde nicht angekündigt.