Rihannas „Love On The Brain“ ab sofort im Handel erhältlich!

Rihannas

Diesen Satz haben wir schon lange nicht mehr gelesen: „Rihannas [„Songtitel“] ab sofort im Handel erhältlich!“ Ein Ausrufezeichen ist damit quasi Pflicht. Immerhin hielten wir die letzte Rihanna-CD vor knapp zwei Jahren in den Händen, als einst „FourFiveSeconds“ am 27. Februar 2015 noch als Promo-Single über die Ladentische ging. Fünf weitere Singles erschienen daraufhin noch in Deutschland, allein aus „ANTI“ noch die Lead-Single „Work“ sowie „Kiss It Better“ – eine greifbare CD gab es zu den „Digital-Only“ Releases jedoch nicht. Kurz vor dem Einjährigen des dazugehörigen Studioalbums, kommt uns Rihanna – bzw. das dazugehörige Plattenlabel Universal Music – aber noch mit einer echten Überraschung um die Ecke. Denn generell sind physische Singles in Zeiten von Streaming eigentlich schon längst tot geschrieben.

Doch auch die ungewöhnliche Terminierung sind wir so überhaupt nicht gewohnt. Immerhin liegen stolze zehn Monate zwischen der Veröffentlichung der Zweit-Single und der nun aktuell dritten „ANTI“-Single-Auskopplung. Erfahrungsgemäß lagen so gut wie nie mehr als drei bis vier Monate zwischen der Releases. Ein lästiges Rätsel, welches gleich zwei Bedeutungen mit sich bringen könnte: 1) ein neues Album wird noch lange auf sich warten lassen, da selbst ein Jahr darauf noch am „ANTI“-Projekt festgehalten wird, oder aber 2) die Single sollte noch unbedingt veröffentlicht werden – man wartete bloß auf den richtigen Zeitpunkt. Wann, wie und wo dieser erreicht werden soll, ließ man uns bislang aber noch nicht wissen. Doch auch ein beinahe selbstverständliches Musikvideo, fehlt uns noch immer – offiziell wurde bis dato nicht einmal eins angekündigt.

Bei dem rasanten Erfolg ist eine Visualisierung ihres „ANTI“-Lieblings-Songs aber unausweichlich: erst gestern Abend wurde der Song schließlich noch bei den Castings zu „Deutschland sucht den Superstar“ performt. Und aufgrund der Interpret- sowie Titel-Erwähnung vor einer Reichweite von 4.27 Millionen Zuschauern, erhielt die Ballade in den iTunes-Charts auch noch einen weiteren Schub nach oben. Doch auch schon vor der Ausstrahlung positionierte sich die Single erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland gar keine Promotion zur Nummer gab/gibt. In unseren Single-Charts platziert sich „Love On The Brain“ in der siebten Chartwoche derweil sogar schon auf Rang 44 (Update morgen um 18:00 Uhr). Zum Vergleich: „What Now“ schaffte es innerhalb seiner acht Wochen in den Charts – trotz Musikvideo – nicht höher als Platz 49. Währenddessen kletterte „Love On The Brain“ allein in den vergangenen zwölf Stunden bis auf Platz Vier der deutschen iTunes-Charts.

Doch auch im Ausland kommt die von Rihanna mit-geschriebene Nummer gut an: in den USA knackte „Liebe im Gehirn“ mit Rang 19 sogar schon die Top 20, was sich bei einer nicht so ganz kommerziellen Nummer ohne riesen Vermarktung schon ziemlich gut sehen lassen kann. Auch in den Radios läuft der Song rauf und runter, sodass der Song durch die vier Remix-Versionen erstaunlicherweise sogar in den Club gut ankommt. Sogar so gut, dass sich die Single schon auf Platz Eins der örtlichen Dance Club Songs positionieren konnte.

Warum Rihanna letztendlich solange auf die Single-Release wartete und noch immer auf ein Musikvideo wartet, ist unklar. Angekündigt wurde die Single immerhin schon am 21. August 2016. Doch man muss es dem Song, in dem es übrigens um eine vom Partner verursachte emotionale Krise geht, schon lassen: denn trotz Referenzen an häusliche Gewalt, Sucht und Unterwerfung der Frau, schlägt bzw. schlug sich die Single auch so seine Bahn durch die Charts. Geholfen hat dabei vor allem die Macht der Social Influencer. Viele Cover-Versionen sowie lobende tweets gingen in jüngster Zeit viral durch das Netz, die den Hype sozusagen wie von alleine entstehen ließen. Manchmal reicht ein nachvollziehbarer, vor allem aber authentischer Song eben schon aus… Die wertvolle CD steht uns daher ab morgen in der Früh in sämtlichen Fachgeschäften oder auch online zur Verfügung.

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