Rihanna geht in die Politik und setzt sich nun weltweit für mehr Bildung ein

Hugh Evans, Rihanna und Julia Gillard

Das nennen wir mal einen bemerkenswerten Sinneswandel: vor einem Jahr lief uns Rihanna nämlich noch mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „School Kills“ über die Straßen, heute setzt Sie sich im Namen von über 500.000 Kindern für mehr Bildung ein. Rihanna im Die internationale Organisation „Global Partnership for Education“ hat Rihanna nämlich nun als ihre „Global Ambassador“ eingestellt und Sie somit für die Rolle als weltweite Botschafterin für Bildung eingekauft. Somit dürfte Rihanna auf ihren Reisen durch die Welt nun nicht mehr bloß ihrer Musik und Mode nachgehen, sondern mit Sicherheit auch der weniger glamourösen Politik. Die mehrjährige Zusammenarbeit soll nämlich in über 60 Entwicklungsländern ausgeübt werden, wodurch 530 Millionen Menschen eine bessere bzw. überhaupt eine Bildung ermöglicht werden soll. Im Fokus stehen dabei besonders die ärmsten und betroffensten Länder der Welt, dessen obersten Befehlsgeber Rihanna ab sofort auf die Schuhe treten will. In einer ersten Pressemitteilung stellte uns Rihanna nämlich noch klar: „ich bin der vollsten Überzeugung, dass alle Kinder der Welt Zugriff auf eine qualitative Bildung haben sollten.“

Ein erstes Projekt, welches Rihanna in dem Kontext unterstützte, ist die UNICEF-Initiative „Education Cannot Wait“. Um auf die Kampagne aufmerksam zu machen, schrieb Sie dem französischen Präsidenten François Hollande sogar einen Brief. Nachdem dieser ihr aber nicht zeitnah antworten konnte, stellte Sie ihn via Twitter auf den öffentlichen Pranger: „hast du meinen Brief erhalten? Ich warte auf Deine Antwort! Wir brauchen Deine Unterstützung!“ Rihanna scheint es demzufolge auf die mächtigsten Politiker der Welt abgesehen zu haben. Schnell reagierte daher jemand aus der französischen Politik und gab ihr an, dass sogar der ehemalige Premierminister Großbritanniens an die Sache herangezogen worden sei. Nur wenige Tage darauf erhielt Rihanna daher auch schon die langersehnte Antwort Hollandes in Form eines öffentlichen Briefes, welcher der „Le Parisien“-Zeitung in voller Länge vorliegt. Darin bedankt er sich dafür, dass Rihanna ihn auf die Initiative aufmerksam gemacht habe und verspricht seine Unterstützung unter dem Motto „Bildung in Krisengebieten hat die oberste Priorität“.

Auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau bekam schon von ihr zu hören, nachdem etliche ihrer Follower ihrem Aufruf gefolgt waren, ihn zu einem Umdenken der Auslandshilfen zu bewegen. Da bleibt nur abzuwarten, welche politischen Wege und Aktionen Rihanna noch in Zukunft alles eingehen wird. Die mitwirkenden Organisationen sind sich zumindest schon sicher: Rihanna wird mit ihrer enormen Reichweite so einiges erreichen können.

Zusammen mit der „Global Citizen“-Bewegung hängt Rihanna aber auch ihre ganze „Clara Lionel Foundation“ an die Kooperation an. Diese krempelte in dem Zusammenhang sogar noch sämtliche vordefinierte Missionen und Visionen um: Rihannas eigene Non-Profit-Organisation im Namen ihrer Großeltern, erstrahlt seither im neuen Logo und setzt sich nun ausschließlich für die Rubrik Bildung ein. Die weiteren Bereiche Gesundheit, Kunst und Kultur – für die die Organisation seit 2012 steht – scheinen demnach wohl Geschichte zu sein. Die im Umbau stehende Webseite der Stiftung scheint dies ebenfalls zu bestätigen.

Im Bild: Rihanna mit dem „Global Citizen“-Geschäftsführer Hugh Evans und der „Global Partnership for Education“-Vorsitzenden Julia Gillard