Das offizielle Musikvideo zu Rihannas „Sledgehammer“

Stinknormale Premieren reichen Rihanna nicht mehr aus: heutzutage muss selbst eine Veröffentlichung eines einfachen Musikvideos groß gefeiert werden – am besten, wenn dabei auch noch ordentlich viel Kohle bei rumkommt. Beyoncé und Kanye West machten es ihr bereits vor, nun erschien auch die Visualisierung zu „Sledgehammer“ auf ungewöhnlich neuer Art und Weise. Eine Stunde vor der VEVO/Tidal-Release, sicherte sich nämlich das Unternehmen IMAX die Rechte an der Weltpremiere und strahlte es in seinen weltweiten Kinosälen aus – blöd nur, dass es in Deutschland lediglich drei dieser Filialen gibt und die ganze Aktion erst gestern angekündigt wurde. Wer in den USA heute Morgen jedoch „The Legend Of Tarzan“ schauen wollte, durfte erst einmal in die Titelmusik des neuen „Star Trek: Beyond“-Films (ab 21. Juli) reinschnuppern. Ab 16:00 Uhr deutscher Zeit, durfte dann aber auch der Rest der Welt zusehen.

Die vorab veröffentlichten Promo-Bilder verrieten uns bereits dessen Richtung, doch die italienische Regisseurin Floria Sigismondi (filmte auch schon: Katy Perrys „E.T.“ / Pinks „Try“ / Christina Aguileras „Hurt“), fing Rihanna in ihrem bereits 53. Musikvideo so ein wie noch nie zuvor. Immerhin verwendete sie ausschließlich professionales Kamera-Equipment von IMAX, welches erstmals (allerdings nur teilweise) zu Adeles „Hello“ in Einsatz kam, und so wirkt das Musikvideo mit seinen visuellen Effekten tatsächlich wie ein kleiner Clip aus dem letztendlichen Film. An Kosten wurde hier wohl eher nicht gespart – das belegen uns auch Rihannas Twitter-Aktivitäten: sieben tweets für den ein und denselben Song, kommen bei ihr definitiv selten vor. Selbstverständlich wird ihr aufgrund ihrer enormen Reichweite selbst diese Promotion in Bares ausgezahlt. Ein weiterer Vermarktungskanal kam dann sogar noch in Form eines Interview-Clips zustande, in dem uns Rihanna ihre Hingabe zum Soundtrack des neuen Science Fiction-Films erklärt:

Star Trek ist schon seit meiner Kindheit ein Teil meines Lebens. Mein Vater brachte mich dazu die Filme zu gucken und so brauchte ich nur eine Episode, um mich in das Ganze zu verlieben. Ich kann diese andere Welt zwar nicht wirklich verstehen, aber ich kann mich definitiv mit ihr identifizieren. Die Charaktere und der Handlungsstrang erweckten meine Neugier, sodass ich mich auch immer in die Figuren und deren Lebenslagen hineinversetzen konnte. Und so geht es mir nun schon seit dem ich klein bin. Es war für mich daher keine Titelmusik für irgendeinen willkürlichen Film – ich liebe Star Trek, daher fiel mir die Entscheidung leicht – ich würde schließlich alles rund um die Musik machen. Als Fan des Franchises, aber auch als Sängerin, bedeutet mir das jedoch sehr viel, immerhin ist Star Trek weltweit eine riesen Sache. Der Song dazu musste daher groß, wirkungsvoll, dramatisch, ziemlich emotional, aber auch gleichzeitig packend und tief bewegend sein. Ich konnte es erst gar nicht glauben: heute bin ich sehr stolz darauf ein Teil des Films geworden zu sein. Holla!“

Am Ende bei herausgekommen ist letztendlich eine ruhige Pop-Nummer, die von einem Science Fiction-Video – passend zum Film – begleitet wird. Rihanna ganz allein in der Galaxie im außerirdischen Look (u.a. ohne Augenbrauen aber mit Gesichtstattoos) und einer Robe von Rick Owens. Wer an dieser Stelle eine Kompilation aus Filmausschnitten erwartet hat, wird vergeblich danach suchen. Wann genau das Video vier Stunden außerhalb von Los Angeles allerdings gedreht wurde, bleibt uns unklar.

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