Rihanna gründet eigenes Kosmetik-Unternehmen „Fenty Beauty“

Rihanna in dem US

Darf M·A·C Cosmetics nun endgültig einpacken? Vor drei Jahren brachte uns Rihanna in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen noch vier ganz eigene Kosmetik-Kollektionen auf den Markt – zierte im Jahr darauf sogar noch die interne „Viva Glam“-Kampagne. Doch das war wohl wieder nur ein weiterer ihrer cleveren Schachzüge: in der Konkurrenz herumschnüffeln, um erst einmal genügend Erfahrungen zu sammeln, um dann selbst in derselben Branche durchzustarten. Und genau das kündigte uns Rihanna nun an: mit „Fenty Beauty“ will Sie ab Herbst 2017 nämlich ihre ganz eigene Kosmetik auf den Markt bringen. Und dafür hat sich Rihanna sogar noch Unterstützung in Form von kompetenten Geschäftspartnern ins Boot geholt. Die Kendo-Sparte des Luxus-Riesens LVMH, brachte bereits eigene Kosmetik-Kollektionen von Marc Jacobs groß heraus und wird es nun auch an Rihanna versuchen. Doch genau hier wird es ein wenig kompliziert.

„Fenty Beauty“ wird zwar als eigenes Label geahndet, jedoch von Kendo geführt bzw. vertrieben. Kendo hingegen ist lediglich eine Geschäftssparte des französischen Superriesens LVMH, der unter seiner Dachmarke Labels wie Céline, Dior, Fendi, Givenchy, Louis Vuitton, aber auch etliche weitere Geschäftsbereiche (Champagner, Yachtbau, Parfums, etc.) umfasst. Insider-Gerüchten zufolge soll LVMH daher stolze 10 Millionen Dollar (ca. 8.7€ Mio.) in die Zusammenarbeit investiert haben. Eine ordentliche Summe, für eine bloße Idee einer Geschäftsfrau, die doch ursprünglich aus dem Musik-Geschäft stammt. Doch Geschäftsführer David Suliteanu ist sich seiner Entscheidung sicher: „wir greifen nach den Sternen, denn diese Marke wird in die Luft gehen! Sie wird eine große und diverse Zielgruppe auf der ganzen Welt ansprechen. Wir fühlen uns geehrt mit Rihanna zusammenarbeiten zu dürfen.“

Unterstützt wird seine Zuversicht derweil noch von der Marketing-Verantwortlichen von Parlux Fragrances – dem Unternehmen, die Rihannas sämtliche Parfums entwickeln und an den Mann bringen. Diana Espino erklärt ihren großen Erfolg daher noch mit folgenden Worten: „ihre Produkte sind das Resultat einer Trend setzenden Fashion Ikone. Sie ist so authentisch und entwickelt sich immer weiter – und genau das bekommt das Publikum durch ihre Transparenz in den sozialen Netzwerken zu spüren.“ In Worten des Geschäftsführers des M·A·C Aids Fonds auch präziser ausgedrückt: „wozu brauchen wir Kampagnen, wenn wir Rihanna haben?“

Was uns daher genau erwarten wird, lässt sich soweit im Voraus noch gar nicht sagen. Dass die Zusammenarbeit jedoch noch viel früher ausgehandelt wurde, beweist uns wohl schon die Tatsache, dass Kendo bereits zu den 41 Sponsoren ihres letzten „Diamond Balls“ zählte. Produkte aus dem Kendo-Sortiment werden übrigens hauptsächlich über die Sephora-Kette vertrieben – die es in Deutschland jedoch nicht aufzufinden gibt. Der offiziellen Pressemitteilung zufolge, ist man sich jedoch zuversichtlich, dass Märkte ohne Sephora-Läden eine angemessene Alternative geboten bekommen werden. Wo wir daher In-Store ab Herbst 2017 an ihre Produkte herankommen können, wird sich bis dahin mit Sicherheit noch bestätigt haben.

Um den Überblick über Rihannas mittlerweile neun Unternehmen nicht zu verlieren, findet ihr hier Informationen zu jeglichen ihrer Geschäftsmodelle wieder.