Rihanna veröffentlicht zwei Musikvideos zur neuen Single „Work“

iTunes | Google Music Store | Amazon

Diese Ära ist so völlig „ANTI“: kaum hat Rihanna nämlich die eigene Kontrolle über ihre kreative Entwicklung, veröffentlicht Sie so ziemlich alles auf neue Wege. Das Studioalbum landet mal eben kostenlos im Netz und die Lead-Single bekommt nicht nur ein, sondern gleich zwei Musikvideos verpasst. Gegen 18:00 Uhr deutscher Zeit präsentierte uns Rihanna daher gleich zwei Visualisierungen der Lead-Single zu „Work“, die zwar aneinander gepaart sind, jedoch von zwei völlig unterschiedlichen Regisseuren gedreht wurden. In „Version 1“ sieht man dabei buchstäblich eine Erwachsenen-Version ihrer Debüt-Single „Pon De Replay“ – immerhin ist es mit Director X derselbe Regisseur, der mit einem Club sogar noch dieselbe Location auswählte.

Zu sehen gibt es – wie zur Dancehall-Nummer nun mal üblich – einen ganzen Haufen tanzender Partygänger. Mittendrin: die Gastgeber Rihanna und Drake. Sie schlüpfen daher in keine Rollen, sondern „spielen“ sich völlig selbst. Das komplette Musikvideo ist daher auch komplett jamaikanisch angehaucht, sodass es nun nicht mehr nur gesanglich und lyrisch an die Karibik-Insel erinnert, sondern auch farblich und tänzerisch. An viel Schnickschnack wurde dabei jedoch gespart, selbst die Tänzer im Hintergrund sind keine Profis. BFF Melissa, Assistentin Jennifer sowie zahlreiche ihrer Cousinen sind ebenso in „Part 1“ zu sehen, wie etliche Fans, die zuvor noch in Toronto (Kanada) zum Casting geladen wurden.

Doch nachdem „Part 1“ dann endet, lädt „Part 2“ wie von selbst. Plötzlich sind es nur noch Drake und Rihanna in einem Raum, der pink/blau beleuchtet wird. Plötzlich denkt man nicht mehr nur an die Tanzeinlagen und die Stimmung des Songs, sondern achtet auch mal genauer auf dessen Lyrik. Dass Rihanna dabei ohne BH vor ihm steht, soll uns wohl ihre Offenheit und Klarheit repräsentieren. Denn während Sie im Song darüber singt, dass Sie sich eine ernstere Beziehung vorstelle, will er lediglich Sex von ihr. Englisch-Kenntnisse reichen einem bei dem Song übrigens überhaupt nicht aus, denn die jamaikanische Sprache „Patois“ gibt Wörtern wie „work“ eine Bedeutung, die man so erst einmal verstehen muss. Über ganz viel „Arbeit“ wird hier schließlich nicht gesungen, es geht viel eher um reinen Sex, was zeitgleich neben der Liebe im Allgemeinen auch das Hauptthema des neuen Albums „ANTI“ ist.

„Part 2“ wurde derweil vom schwedischen Regisseur Tim Erem gedreht. Wofür letztendlich die Szenen mit den Pferden und Autos – die in Logos weltweit bekannter Modelabels verziert waren – gedreht wurden, bleibt uns unbekannt. Auch diese Aufnahmen vom 08. sowie 09. Januar waren laut dem Casting-Aufruf sowie vor Ort aufgenommenen Videos zufolge (man hörte den Song heraus) nämlich definitiv für das Musikvideo gedacht.

Eine kleine Bestätigung gab es übrigens noch vor dem Verfassen unseres Artikels: „Work“ springt in dieser Woche von Platz 3 auf Platz 1 der US-Single-Charts – und das schon ganz ohne des bevorstehenden Einflusses des Musikvideos. Rihanna konnte sich damit schon ihre 14. Nummer-Eins-Single in ihrem wichtigsten Musikmarkt sichern. Dass Sie damit nun sogar Michael Jackson auf den vierten Rang der Liste an „Künstlern mit den meisten Nummer-Eins-Hits“ drängte, können wir ihr gleich noch feiernd mitteilen.

Da der Song seit Tagen auch schon in sämtlichen anderen relevanten Hitlisten steigt (z.B. Streaming, Downloads, Radio), wird „Work“ sich wohl auch in naher Zukunft noch behaupten können. Nach „Unapologetic“ und dessen Lead-Single „Diamonds“, ist dies übrigens schon ihre zweite Ära, die sich mit Lead-Single und Album auf Platz Eins der Charts platzieren konnte. „Work“ ist derweil – nach der 2010 erschienenen Zusammenarbeit zur „LOUD“-Single „What’s My Name“Drakes gerade erst zweite Nummer-Eins-Single…