Rihanna präsentiert ihre erste eigene Puma Herbst/Winterkollektion

Rihanna auf der New Yorker Fashion Week für ihre Puma Herbst/Winter-Kollektion (12. Februar 2016)

ARMANI und River Island können einpacken! Denn was Rihanna uns soeben auf der New Yorker Fashion-Week präsentiert hat, bewies eindeutig ihren Einfluss auf ihre eigens entworfene Mode: denn während die Kollektionen für das italienische Modelabel (2011/12) sowie der britischen Modekette (2013) noch in Zusammenarbeit fungierten, ist Rihannas bald erscheinende Herbst/Winterkollektion für die deutsche Sportmarke Puma mit ihrem eigenen Modelabel „Fenty“ im Rücken nun viel mehr „Rihanna“. Ihr geliebter düsterer „Ghetto Goth“-Look dominiert sich hier nämlich auf über 40 Einzelteile. Dass das Ganze dann viel eher nach High Fashion als nach Sport aussieht, erklärte Rihanna uns einst noch so: „was ich am Designen so besonders liebe, sind die unerwarteten Ergebnisse, die aus meiner Marke und derer meiner Kooperationspartner entstehen. Die Kombination beider fühlt sich an wie Kinderkriegen: man schmeißt zwei Dinge zusammen und kreiert etwas völlig Neues.“

Ob Rihannas gewagten Ideen – z.B. Sneaker mit High-Heel, Rucksack mit integrierten Handwärmern oder zerrissene Jeans, die sich lediglich an Trägern zusammenhalten – dann auch in der breiten Masse ankommen werden, wird sich allerdings noch beweisen müssen.

Während derweil Models wie z.B. Gigi Hadid oder auch „We Found Love“-Darsteller Dudley O’Shaughnessy über den digitalisierten Laufsteg mit aufgestellten Bäumen und ruhiger Musik stolzierten, saßen Promis wie z.B. Wale, Pete Wentz, Chris Rock, Travi$ Scott sowie Model Naomi Campbell, Designer-Freund Jeremy Scott und „VOGUE“-Chefredakteurin Anna Wintour noch in den ersten Reihen der geladenen Anwesenden. Nach nur elf Minuten war die Show allerdings auch schon wieder vorbei, nachdem diese um 02:33 Uhr deutscher Zeit ein wenig verspätet gestartet und über Facebook– sowie einem Periscope-Live-Stream online sogar noch live mitzuverfolgen war. Gezeigt wurden – bis zum Abschluss von Rihanna selbst – dabei exakt 43 Looks, worunter erstaunlicherweise sogar Männermode fiel. Immerhin wurde Rihanna im Dezember 2014 noch lediglich für die Frauensparte des Unternehmens angekündigt, scheint als „Creative Director“ mittlerweile jedoch weitaus mehr Einfluss auf dieses zu haben als vorab angenommen.

Alle Looks vom Catwalk könnt ihr euch hier bereits ansehen. Darin enthalten: vom Schuh und der Hose bis hin zum Oberteil, von der Regenjacke zum Pelzmantel, von durchsichtig bis völlig verschlossen, eigentlich etwas für Jedermann – nur Farben fehlen aufgrund der Saisonware völlig. In der kompletten Kollektion dominieren die Farben weiß, grau und schwarz – nur einige wenige Schuhe sind zumindest noch gelb.

Wann es die Kollektion dann auch im Handel zu kaufen geben wird und was uns die einzelnen Exemplare letztendlich kosten werden, gab man uns zur Stunde jedoch noch nicht offiziell bekannt – den ersten Einzelhändlern zufolge, könnte es jedoch schon Anfang April soweit sein. Bilder vom schwarzen Teppich könnt ihr euch desweiteren noch hier ansehen, Videos der zahlreich geführten Interviews (darunter u.a. mit RTL Deutschland) wird es dann höchstwahrscheinlich im kommenden Februar-Monatsbericht zu sehen geben.

UPDATE:
Daily Mail-Interview: „die Kollektion ist von der japanischen Streetwear inspiriert und wurde durch Gothic-Elemente unterstützt. Die Farben sind so basic, weil ich die Kollektion sportlich halten wollte.“
Paris Modes-Interview: Puma und ich passen perfekt zusammen.“
VOGUE interviewt Rihannas Mutter sowie Designer Jeremy Scott