24 Millionen Euro Jahreseinkommen 2015 – wo Rihanna ihr Geld herbekommt

Rihanna bei Jimmy Kimmel (April 2015)

Als das Märchen „Rihanna“ vor rund zehn Jahren begann, bekamen wir Leser der Geschichte nur wenig geboten: die Musik stand jahrelang allein stehend im Fokus. Doch umso mehr sich Rihanna entwickelte, unabhängiger wurde und all die Möglichkeiten als Künstlerin entdeckte, weitete sich ihre Erfolgsgeschichte aus: die Tourneen wurden immer größer, dazugehörige DVDs erschienen, plötzlich kam das erste Buch, das erste Parfum, der erste Film, … Klamotten, Kosmetik, sogar Regenschirme, Tattoos, Getränke und Handys – nichts was Rihanna noch nicht zu Gold machte. Wie das renommierte „Forbes“-Magazin daher nun berichtet, nahm Rihanna in den vergangenen zwölf Monaten rund 24 Millionen Euro (29$ Mio.) ein – belegt damit Platz Zehn der Liste der „best verdienenden Sängerinnen“.

Doch woher kam bloß all das Geld? Im berücksichtigtem Zeitraum, performte Rihanna schließlich auf nur neun Konzerten – was in der Musik-Branche bekanntlich das meiste Geld einbringt. Das ganze Geld kommt daher viel eher aus anderen Quellen: neben zwei Parfums („ROGUE Man“, „RiRi“), einigen Kooperationen (Fendi, Puma, Stance Socks, The Voice) und Veröffentlichungen (Singles, Aufkleb-Tattoos), sollten aber auch die „sonstige Einnahmen“ wie z.B. aus Magazinen, Streaming-Portalen und gewonnenen Gerichtsprozessen nicht vergessen werden. Besonders wichtig hierbei ist jedoch Rihannas Unabhängigkeit, die Sie in den letzten zwölf Monaten für sich gewinnen konnte: seither hält Sie nämlich die Rechte an all ihren zukünftigen, aber auch an ihren bereits veröffentlichten Songs – somit spielt auch der Geldfluss aus den „Pon De Replay“-Verkäufen, heute noch immer eine Rolle. Auch Dreamworks „Home“ ist von großer Bedeutung: neben ihrer Gage für den Film selbst, veröffentlichte Sie dessen Soundtrack schließlich noch unter ihrem eigenen Label. Nicht zuletzt sei auch „Tidal“ zu erwähnen, in dessen Unternehmen Rihanna seit März ihre Anteile hält: desto größer der Streaming-Dienst daher wird, umso mehr wird auch Rihanna davon mit-profitieren.

Doch für Rihanna wohl immer noch nicht genug: schließlich hat Sie nun sogar ihre eigene Agentur auf die Beine gestellt. Ihre allumfassende „Fenty Corp“, begrüßt neben einer Videoproduktionsfirma, einer humanitären Stiftung, ihrem Plattenlabel und einer Lizenzagentur, daher nun auch die „Fr8me“-Abteilung. Diese soll anderen Künstlern ab sofort Dienstleistungen fürs Haar, Make-Up, Styling sowie Fotografie anbieten. Eingestellt hat Rihanna dafür aber nicht nur einige ihrer treuesten Mitarbeiter – wie z.B. Mylah Morales, die Rihanna bereits zu ihrem aller ersten Fotoshooting schminkte – sondern auch anerkannte Artists sowie „Newcomer“, die alle der Webseite des Unternehmens zu entnehmen sind. In der Pressemitteilung sagte Rihanna dazu noch: „ich mag es neue Talente mit außergewöhnlichen Fähigkeiten zu entdecken.“ Hierzu ist Rihanna besonders auf Instagram aktiv: ihre „BBHMM“-Darstellerinnen, aber auch ihr gelbes Guo Pei-Outfit der diesjährigen „Met Gala“, entdeckte Rihanna auf dem Foto-Netzwerk.

Den „Fr8me“-Netzwerken zufolge, ist die Agentur sogar schon einen ganzen Monat lang aktiv. Rihanna scheint hinter den Kulissen daher vieles zu managen, wovon wir lange nichts mitbekommen. Die Fotografie-Sparte der Agentur, trägt mit „The Dog Ate My Homework“ (dt. der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen) übrigens noch seinen eigenen Namen. Mit Aufnahmen für George Clooney, Sängerin P!nk sowie Tyra Banks, scheint auch dieses Team bedacht von Rihanna auserwählt worden zu sein.

Das Jahr 2015 hat uns daher erneut bewiesen, dass Rihanna als Geschäftsfrau immer wieder auf der Hut nach weiteren Einnahmequellen ist. Die „Forbes 2016“-Listen, werden uns das Märchen daher dann auch wieder in großen Zahlen wiederspiegeln. Das Jahr 2012 war übrigens ihr bisher „erfolgreichstes“: 41 Millionen Euro nahm Rihanna im Jahr vor „Unapologetic“ und auch noch vor der „Diamonds Tour“ ein. Es sei jedoch noch zu bemerken, dass das „Forbes“-Magazin den Großteil ihrer Zahlen lediglich schätzt. Bis vor einem Jahr wurden sogar nur Deals und Konzerte berücksichtigt, die innerhalb der USA beschlossen bzw. gespielt wurden.