Rihanna – „James Joint“ (deutsche Übersetzung)

Rihanna auf dem Cover des amerikanischen V-Magazins

Ein cleverer Schachzug von Rihanna, ihren neuen Song „James Joint“ im Interview für das amerikanische „V“-Magazin anzukündigen und ihn nur wenige Stunden darauf auch noch zu veröffentlichen. Rihanna selbst schreibt dazu: „zur Feier des 4/20, gibt es hier für euch eine Interlude aus meinem achten Studioalbum, die auf „James Joint“ hört“. Der 20. April gilt als inoffizieller Feiertag der Cannabis-Szene, an dem man sich buchstäblich bekiffen sollte – Rihanna als öffentlich bekennende Marihuana-Konsumentin, scheint daraus nun auch eine Hymne gemacht zu haben. Im Interview gab Rihanna nämlich schon an, dass Sie die Interlude liebe und er bei ihr ständig laufen würde. Ein „ganzer“ Song ist „James Joint“ allerdings nicht: wie auch „Birthday Cake“ oder „Love Without Tragedy“ handelt es sich um eine kurze (dt.) „Einlage“ zwischen zwei Album-Tracks. Wie aus dem Nichts – und eigentlich auch schon einen Tag verspätet- erschien der Song auf ihrer eigenen Webseite, die kurz nach ihrem tweet aber schon nicht mehr verfügbar war: die Seite ist aufgrund der enormen Klicks sofort abgestürzt.

In der 72-Sekunden langen Interlude, erfindet sich Rihanna erneut neu: schlägt neue Töne ein und verändert das Mainstream Musikgeschäft. Kein Song aus ihrem anstehenden achten Studioalbum ähnelt musikalisch dem Anderen: „James Joint“ klassifiziert sich in die Genre des „Vintage R&B“ und ist passend zur „4/20“-Theme daher auch ruhig gehalten. Rihanna singt über ihren Konsum: Sie weiß nicht warum, aber Sie will es – es ist ihr sogar egal warum, denn Sie liebt es: ihre Joints. Nach „FourFiveSeconds“, „Bitch Better Have My Money“ und „American Oxygen“, ist „James Joint“ nun schon der bereits vierte vollständig veröffentlichte Song aus „#R8“. Neben den Previews zu „Promised“, „A Night“, „Kiss It Better“ sowie „Higher“ kennen wir daher auch schon ganze acht Songs daraus – was nach ihrem Motto „little by little“ (dt. Stück auf Stück) darauf vermuten lässt, dass auch das komplette Album in kürze bereits erscheinen sollte. Die ersten Songtext-Zeilen aus „James Joint“, twitterte uns Rihanna schließlich schon am 28. Mai 2014 zu. Eins ist uns schon jetzt felsenfest klar: das neue Album betont ihre stimmliche und künstlerische Entwicklung. Zur vollständigen Übersetzung, gelangt ihr hier:

Ich würde lieber Marihuana einatmen
Jedes Mal, wenn wir nach Luft schnappen
Immer dann, wenn wir uns küssen
Sag mir nicht, dass du mich vermisst
Komm einfach her

Ich weiß nicht warum, weiß nur, dass ich es will
Ich weiß nicht warum, weiß nur, dass ich dich will

Ich würde lieber Dinge zerbrechen
Denn wir können nichts sehen
Das Küssen lenkt uns ab
Wir bilden uns Szenen aus
Da kommt auch schon die Polizei
Die kennen deine Vergangenheit

Wie lebst und liebst du nur mit der Einstellung „scheiß auf alles“?
Mir egal warum, ich weiß nur, dass ich dich liebe

Der Song wurde von Shea Taylor („Question Existing“) produziert und von James Fauntleroy („Te Amo“, „G4L“) geschrieben.