Rihanna setzt sich für die Rechte von Schwarzen und Unterdrückten in den USA ein

Rihanna im American Oxygen Musikvideo

Rihanna macht Millionen – und das so gut wie wöchentlich. Für den Ruhm, das Geld und das Ansehen aber abzuheben, kommt für Sie definitiv nicht in Frage. Besonders zwei jüngste Ereignisse belegen: Rihanna versteht die Menschen, geht auf deren Bedürfnisse ein und kämpft für deren Rechte. Besonders die Rechte von dunkelhäutigen Einwanderern kommen in den USA schließlich immer wieder zu kurz – aber auch Homosexuelle oder jede andere Gruppierung an Menschen, die nicht in das Idealbild der Allgemeinheit passen, stehen immer wieder in der Kritik bzw. in den Schlagzeilen. Der Bundesstaat Indiana z.B. hat vor kurzem das Recht der „Religious Freedom Restoration Act“ eingeführt, welcher es erlaubt Menschen mit religiösen Hintergründen oder einer gleichgeschlechtlichen Orientierung zu diskriminieren. Nun performte Rihanna vor wenigen Tagen in Indiana, um hier auf dem „NCAA March Madness“-Festival zu spielen, sprach hier das neue Recht an und erhob sich klar und deutlich gegen dieses:

„Wer kommt mit diesen scheiß Gesetzen hier nicht klar? Ich sage euch „scheißt drauf!“ Ich will euch „scheiß drauf“ sagen hören! Denn wir leben doch nur unser Leben, Indiana!“

In der TV-Ausstrahlung des Festivals, gab es die Worte vor ihrem Auftritt zu „Live Your Life“ allerdings nicht zu hören: ihre Ansprache wurde durch und durch aufgrund ihrer expliziten Wortwahl andauernd zensiert und der Ton vom Band genommen. Fans vor Ort haben die Szene aber ebenfalls aufgenommen, die man sich hier ansehen kann. In „Live Your Life“ geht es übrigens u.A. darum einfach mal sein Leben zu leben. Auch Rihannas aktuelles Musikvideo zum „#R8“-Song „American Oxygen“, greift eine ähnliche Thematik auf. Rihanna singt im Song darüber, wie die ganze Welt den „amerikanischen Traum“ ansieht und dass die Einwanderer das „neue Amerika“ seien. Im dazugehörigen Musikvideo ist allerdings genau das Gegenteil zu sehen: dunkelhäutige Einwanderer werden diskriminiert und sogar von der Polizei geschlagen. Rihanna und die Regisseure von „The Uprising Creative“ spielen dabei aber auch mit viel Symbolik (z.B. die Freiheitsstatue) und Ereignissen aus der Vergangenheit („I can’t breathe“): man sieht wie die USA aufgebaut wurde, wofür das Land heute steht und welche Vorfälle die Welt berührte. Schriftzüge wie „wir schulden unseren Kindern eine gerechte Gesellschaft“, „nicht schießen“ oder auch „ich bin ein Mann“ auf dem Rücken eines dunkelhäutigen Passanten, erscheinen daher immer wieder im Musikvideo.

Rihanna verdeutlicht damit ihre Einstellung zum Thema: Sie steht hinter ihrem Volk. Ein Musikvideo mit einer wahren Bedeutung und einer echten Geschichte – darüber dürften sich die Video-Kategorien der Award-Shows mit Sicherheit freuen.