10 Jahre Rihanna – ihr alter Pressesprecher packt aus: PR-Gags und MTVs Rolle in ihrer Karriere

Rihanna bei den MTV Video Music Awards im Jahr 2006

Wow! Immer dann wenn man denkt, man kenne bereits jedes noch so kleine Detail über Rihanna, tauchen erneut neue Informationen auf. Denn seit ihrer besiegelnden Unterschrift auf dem Plattenlabel-Vertrag vom 08. Februar 2005 und somit dem Beginn ihrer Karriere, sind seit wenigen Tagen nun auch offiziell zehn Jahre vergangen. Denn das aller erste Mal an die Presse und somit der Öffentlichkeit, ging Rihannas Name doch tatsächlich am 17. März 2005 – zuvor kannte Rihanna außer ihrem Team noch niemand. Zum Anlass des runden Jubiläums, sprach nun Rihannas ehemaliger Publizist Jonathan Hay mit der Presse und gab erstaunliches bekannt. Zu den Aufgaben eines Künstler-Pressesprechers zählt es – besonders zu Beginn einer Karriere – aufmerksam auf den Künstler zu machen. Man schreibt Pressemitteilungen und kümmert sich um Kontakte in der Branche, sodass Rihanna in kürze durchstarten kann. Seine ersten Pressemitteilungen rund um Rihanna wurden von jeglichen Medien allerdings ignoriert – niemand wollte darüber berichten, dass ein Mädchen aus der Karibik-Insel Barbados nun eine Musikkarriere starten würde. Niemand… außer MTV!

Da könnte man doch glatt behaupten, dass Rihanna ihre Karriere dem Musiksender zu verdanken hat! Oder auch gleich der Autorin Jennifer Vineyard, die in nur zwei Sätzen Rihannas Debütsingle „Pon De Replay“ erwähnte und angab, dass Sie beim – zu dem Zeitpunkt noch von Jay-Z geführtem – Label Def Jam unter Vertrag steht. Diese wenigen Zeilen waren bereits ihr Durchbruch, denn von nun an erstellte Hay seine Dokumente mit der Angabe „wie von MTV berichtet“ und erreichte so größeres Interesse der Medien-Kollegen. Doch was darauf geschah, schockt einen ziemlich.

In seinem Buch „Publicity Stunt: The Art of Noise“ gesteht er, dass er selbst die Gerüchte in die Welt setzte, dass Rihanna und Jay-Z eine Affäre hätten. Ein Gerücht, welches bis heute noch immer anhält. Seine Idee dahinter: „Sie ist eine großartige Künstlerin, aber jeder neue Sänger braucht einen Anschub und nichts erweckt das Interesse der Leute mehr als ein Skandal.“ Heute kann es ihm letztendlich egal sein, denn mit ihr zusammenarbeiten tut er schon längst nicht mehr. Und ohne seine Hilfe hat Sie es bis an die Spitze der Branche geschafft: bis heute über 250 Millionen verkaufte Platten und der Rest ist schon gar nicht mehr aufzuzählen. Ob er dabei noch als „Auslöser“ ihrer Karriere gelten darf? „Es waren viele Leute daran beteiligt ihre Karriere anzukurbeln, aber allen voran ist Rihanna ein purer Star, die einfach alle anderen Konkurrenten verdrängt hat. Ihr Erfolg ist ihr demnach heute gegönnt!“

Eine unglaubliche Geschichte, die wohl auch Grund dafür ist, dass Rihanna ihre „Mitarbeiter“ heutzutage schon gar nicht mehr auswechselt: seit Jahren schon gibt es kein neues Team-Mitglied mehr, die bestehende Crew wurde zu Freunden und dann zur Familie – Sie kauft sich diese sogar ein und gründet eigene Unternehmen um sie herum. Ob Hay da jemals noch eine Chance hätte? Immerhin gab er seinen PR-Gag öffentlich zu. Er selbst zumindest würde gerne wieder mit ihr zusammenarbeiten:

„Pon De Replay“ ist zeitlos! Trotzdem hat sich Rihanna als Künstlerin enorm weiterentwickelt. Ihre erste Strophe in „FourFiveSeconds“, ist wirklich die beste, die ich je von ihr gehört habe. Es ist so roh, unverarbeitet und emotional, dass man sich damit identifizieren kann. Heute würde ich ihr gerne einen Song zu einem Beat schreiben, den ich schon vor zehn Jahren für Sie produziert habe.

Erstmals erschienen ist „Pon De Replay“ übrigens am 24. Mai 2005 in den USA, bei uns in Deutschland erst am 22. August. Das dazugehörige Debütalbum „Music Of The Sun“ erschien kurz darauf auf der ganzen Welt.