„Meist gestreamte Künstlerin“ 2014 – was das für Rihannas Zukunft bedeutet!

Wer hätte damit schon gerechnet? Wohl jeder. Zumindest jeder, der Rihanna kennt. Denn schon in den letzten beiden Jahren krönte die Streaming-Plattform Spotify Rihanna als die „meist gestreamte Künstlerin“ des Jahres. Somit wurde auf der Streaming-Plattform in den Jahren 2012 sowie 2013 keine Künstlerin öfter gehört wie Sie. In diesem Jahr rutschte Sie aufgrund fehlender Neu-Veröffentlichungen zwar komplett aus der Top-5 heraus, kann sich generell aber noch immer gut mit ihren Online-Streamings sehen lassen. Denn laut Auswertungen der Plattform SoundExchange war Rihanna insgesamt auf Streaming-Plattformen noch immer die Beliebteste. Hinter Drake und Pearl Jam darf sich Rihanna daher sogar auf Platz Drei der Liste der „meist gestreamten Künstler“ positionieren und raubt Katy Perry somit gerade noch die Bronze-Position. Die Plattform bezieht sich allerdings nicht auf Streaming-Plattformen wie Spotify selbst, sondern setzt auf Streams von Online-Radios der USA. In den Monaten zwischen September 2013 bis September 2014 konnte sich Rihanna daher besonders im Radio behaupten. In den USA werden Radio-Plays und somit auch deren Online-Streams in die Formel mit einberechnet, die am Ende die offiziellen Single-Charts auslegen – somit profitiert Rihanna gleich doppelt. Doch das Billboard-Magazin kündigte vor einigen Wochen sogar noch weitere Richtlinien für die Neuberechnung deren Album-Charts an.

Seit der letzten Woche werden für die Album-Charts nämlich nicht nur reine Album-Verkäufe berücksichtigt, sondern tatsächlich auch dessen Song-Sales sowie Streams. 1,500 Streams auf jeglichen Plattformen gelten der Berechnung nach ab sofort daher als „1 verkauftes Album“ und auch 10 einzeln gekaufte Songs eines Albums werden ab sofort als „1 verkauftes Album“ dazu berechnet. Die neue Richtlinie wirkt daher aktuellen Trends entgegen: dank Streaming und iTunes sinken die Zahlen an tatsächlichen Album-Verkäufen immer weiter und so kommt es vor, dass Alben in den Charts von einer Woche zur nächsten beinahe die komplette Hitliste herunterfallen, nachdem diese zuvor doch noch auf Platz Eins einstiegen. Heute wurde nun die erste Chart der neuen Regelung veröffentlicht: das Billboard-Magazin gibt zu den Neueinsteigern sowie den Höchstplatzierten erfreulicherweise noch immer die Zahl der „reinen Album-Verkäufe“ an. Die neuen Standards werden aber vor allem auch Rihanna zu Gute kommen!

Denn als „meist gestreamte Künstlerin“ sowie als die Künstlerin mit den meisten Single-Downloads, dürfte Rihanna ab sofort wohl mit jedem Album auf Platz Eins der US-Charts landen. Vor exakt zwei Jahren erreichte Rihannas aktuelles Studioalbum „Unapologetic“ mit ca. 238,000 Verkäufen in der ersten Woche als ihr erstes Album jemals noch die Hitlisten-Spitze – mit der neuen Regelung dürfte Sie nun wohl mindestens das Doppelte erreichen können. Blöd ist allerdings: Streams und Sales werden selbstverständlich nur aus den USA berücksichtigt, unsere Einkäufe und Streams aus Deutschland nützen ihr daher absolut nichts. Übrigens: Chart-Positionen sagen rein nichts über den Erfolg eines Albums aus. So gilt „Good Girl Gone Bad“ mit fast dreifach so vielen Verkäufen als „Unapologetic“ noch immer als ihr erfolgreichstes Album. Es kommt daher viel eher auf eine gewisse Lebensdauer eines Albums an: ihr drittes Studioalbum befand sich für 101 Wochen in den Charts und erreichte Platin-Status, „Unapologetic“ verabschiedete sich „nur“ mit Gold bereits in der 36. Woche aus den Charts.

Ihre nächsten beiden Alben dürften wohl länger in den Charts bleiben: „#R8“ sowie das Konzeptalbum zu „Home“ stehen beide in den nächsten Monaten an – vielleicht verschob Rihanna ja auch aufgrund der neuen Regelungen die Veröffentlichungen dieser, um davon gleich mit profitieren zu können?