9 Rihanna-Projekte, die aufs Eis gelegt wurden

9 Rihanna-Projekte, die aufs Eis gelegt wurden

Täglich fragen sich Fans auf Twitter: „wo bleibt #R8“?. Unzählige dieser tweets finden sich täglich wieder und wenn Rihanna gerade einmal online ist, wird kaum ein Thema so heiß diskutiert wie dieses. Doch haben ihre Fans denn schon die „untergegangenen Projekte“ vergessen? Projekte, Events und Merchandise der an einem bestimmten Zeitpunkt angekündigt, seither aber buchstäblich vergessen wurde? Wir zumindest nicht! Denn wenn wir uns erst einmal auf etwas freuen, dann soll sich die Vorfreude darauf auch gelohnt haben. Wir blicken daher nun zurück auf ganze neun Projekte, die Rihanna in Vergangenheit ankündigte, am Ende allerdings doch aufs Eis legte und versuchen einige von diesen „Zurückweisungen“ zu erklären. Vielleicht lässt sich so einiges verstehen, doch die Trauer bei einigen weiteren Projekten sitzt tief. Zu „#R8“ munterte Rihanna uns vor einigen Tagen bereits auf, indem Sie einem Fan schrieb: „die gute Nachricht ist, dass ihr es eines Tages zu hören bekommen werdet.“ Zu diesen Projekten kann man das allerdings wohl nicht mehr behaupten:

01. „Coming Home“-Dokumentation
Rihanna Barbados Tourism Kampagne (2013)Es war ein Mega-Deal, welches Rihannas Management Roc Nation Ende 2011 ankündigte: Rihanna arbeitete nun mit der Regierung von Barbados zusammen, um für die Barbados Tourism Authority eine Kampagne zu kreieren, die die Touristen auf ihre karibische Heimatinsel locken solle. Satte vier Millionen Dollar würden in die komplette Zusammenarbeit investiert werden, um damit u.A. auch eine Dokumentation mit dem Titel „Coming Home“ zu drehen. Doch genau diese erschien nie. Stattdessen bekamen wir den Rest der Kampagne zu sehen: eine Fotostrecke, Werbevideos und ja auch das Musikvideo zu „Cheers (Drinkin‘ To That)“ war Teil der Kampagne. Dieses hat Evan Rogers nämlich komplett auf Barbados gedreht, inklusive einiger Aufnahmen ihres „LOUD Tour“-Konzerts in der Hauptstadt. Doch eine Dokumentation blieb aus, selbst ein Jahr nach der Kampagne, die im letzten Jahr startete. Nach Aufnahmen wie des Oprah-Interviews (welches im Sandy Lane Resort der Insel entstand) hätten wir diese sehr gerne gesehen. Denn wie Rihanna immer wieder angibt und auch im Interview zeigt, fühlt Sie sich hier am wohlsten: hier ist Sie noch immer „Robyn“ (ihr Mädchenname), geht ohne Bodyguards auf die Straßen und darf sogar Auto fahren. Nur hier darf „Rihanna“ „normal“ sein, was einem Star wie ihr gerne einmal fehlt. In der Dokumentation wäre dies mit Sicherheit zu spüren gewesen.

02. „Diamonds World Tour“-Konzert auf Barbados
Und gleich noch eine Niederlage für die Fans aus dem eigenen Land. Vor zwei Jahren spielte Rihanna hier noch ihr aller erstes Konzert auf bajanischem Boden und im Jahr 2013 musste Sie ihre für die „Diamonds World Tour“ geplante Show verschieben. Grund dafür waren „technische Schwierigkeit in Hinsicht des Equipment-Transports.“ Warum genau weiß wohl niemand. Das Equipment hätte drei tagelang Zeit gehabt, um vom ca. 500km entferntem Puerto Rico verschifft zu werden. Doch nur wenige Tage vor dem geplanten Konzert kam die Mitteilung der Verschiebung. Die 25 Tonnen an Equipment wanderten daher direkt weiter nach Denver in den USA, wo die Tour nach kurzer Pause am 09. November weiterging. Rihanna selbst war in Zwischenzeit allerdings trotzdem auf Barbados und feierte auf zahlreichen Partys der Insel. Wenige Monate darauf wurde das Konzert vom Veranstalter LiveNation übrigens endgültig abgesagt, von Rihanna oder ihrem Team gab es diesbezüglich kein Kommentar mehr zu hören. Über 3,000 Tickets wurden aus dem Ausland vorbestellt. Da das Konzert vorerst auf das nächste Jahr verschoben wurde, gab es erst noch Vermutungen, dass die Tour 2014 im südamerikanischen Bereich weitergehen würde. Mit dem endgültigen Absagen verschwand allerdings auch diese Hoffnung, wie auch zu einer wahrscheinlich gefilmten DVD zur Tour aus Istanbul.

03. GQ-Kurzfilm
Das britische GQ-Männermagazin bekam für die Januar-Ausgabe im Jahr 2011 die Ehre Rihanna als Coverstory zu gewinnen. Sie zierte das Cover und führte ein heute kaum noch vorhandenes Interview. Rihanna GQ UK Januar 2011 CoverDoch das Magazin versprach noch viel mehr: „bleibt dran und seht in kürze einen exklusiven Kurzfilm von Rihanna!“ Und wer hätte es gedacht: auch dieses erschien nie. Nicht einmal ein gewöhnliches „Hinter den Kulissen“-Video wurde ins Netz gestellt, obwohl es bei Rihanna zu beinahe jedem neuen Fotoshooting als Standard gilt. Anscheinend war man sich mit dem Inhalt des Videos nicht einig oder die dafür benötigten Rechte es auch ins Netz zu stellen, könnten dem Magazin gefehlt haben oder letztendlich zu teuer gewesen sein. Wohl nicht zuletzt auch deswegen werden jegliche „Making Of“-Videos seither von ihrem eigenen „Angestellten für Video-Material“ Evan Rogers gefilmt und zusammen geschnitten. Selbst für die „VOGUE“ ist daher Rogers für solche Videos verantwortlich, um wohl auch zu verhindern, dass unerwünschte Szenen nicht mit eingeschnitten werden. Die Rihanna-Sparte „Fenty Films“ liegt seit 2012 daher auch in seinem Vermächtnis.

04. Hinter den Kulissen (Part 3) zu „We Found Love“
„We Found Love“ gilt unter Rihanna-Fans nicht nur als das aufwendigste Musikvideo von ihr, sondern tatsächlich auch als ihr bestes. Geahnt hat Team-Rihanna dies wohl schon im Voraus und filmte gleich drei „Making Of“-Teile dazu. Part 1 erschien, Part 2 kurz darauf, doch Part 3 nicht. Und das obwohl beide vorherigen Videos im Abspann eindeutig belegten, dass tatsächlich drei Teile existieren. Ob der christliche Bauer aus Irland schuld dran war? Immerhin verbot dieser ihr die weiteren Dreharbeiten auf seiner Farm, als Rihanna ihm unangekündigt eine Szene oben-ohne drehen wollte. Hat er ihr am Ende auch verboten dazugehöriges Backstage-Material ins Netz zu stellen? Immerhin hätte er Anspruch dazu. Doch Szenen der Farm finden sich bereits in Part 1 wieder. Ganz genau kennt man den Grund bis heute noch nicht, allerdings wurde Part 1 später auch auf der Video-Streaming-Plattform VEVO entfernt – hier findet sich nun nur noch Part 2 wieder. Ob tatsächlich oben-ohne-Szenen in Part 3 steck(t)en?

05. Musik
Songs, Features, ja sogar ganze Alben – angekündigt, aber nie veröffentlicht bzw. nicht einmal aufgenommen. Angefangen bei Rapper Future, der nach der Zusammenarbeit zum „Unapologetic“-Song „Loveeeeeee Song“ ankündigte, dass Rihanna auch auf seinem kommenden Album zu hören sein wird bis hin zu einer „LOUD Reloaded“. Denn ja, zu einer bestimmten Zeit kam es so rüber, als würde Rihanna die Ära der roten Haare verlängern! Auf Twitter gab Sie damals noch an: „dieselbe Ära, neue Musik“ – doch wie Sie später bekanntgab, wurde aus den neuen Songs eine komplett neue Ära geboren: „Talk That Talk“ erschien nur wenige Monate nach ihrem tweet. Und was aus der Future Zusammenarbeit wurde? Man munkelt. Eventuell könnte Freundin Ciara Schuld daran gewesen sein und ihm die Zusammenarbeit buchstäblich „verboten“ haben. Denn mit Rihanna versteht diese sich überhaupt nicht, schließlich eskalierte der Streit zur ungefähr selben Zeit der Album-Release von Future. Doch auch aus zahlreichen weiteren Songs wurde nichts.

Vor allem Chris Brown verlor dank seiner vermasselten zweiten Chance im letzten Jahr wohl möglich so einige an Hits. Denn sein aktuelles Studioalbum „X“ hätte laut seinen eigenen Angaben – aus den Zeiten wo noch alles gut lief – einige Songs mit Rihanna beinhalten sollen. Über „Put It Up“ sprach er besonders gerne. Doch Rihanna hatte ihm verboten jegliche Songs mit ihr zu veröffentlichen, Brown musste seine Album-Release verschieben und die Songs höchst wahrscheinlich aus allen Servern entfernen. Schon Jahre zuvor nahmen beide gemeinsame Songs auf, die gecancelt werden mussten. Gerüchten zufolge nahmen beide „Electric Guitar“ auf, dessen Solo-Version von Brown noch im Netz leakte.

Doch es gibt auch so einige Mythen um Rihanna-Musik! Viele Fans glauben noch immer, dass „Dark Angels“ tatsächlich der Name eines geplanten Rihanna-Albums war. Zu der Zeit von „Rated R“ erschien dieses „Album“ aus unveröffentlichten Songs im Netz und verwirrte zahlreiche Fans. Es handelt sich allerdings um ein willkürlich zusammengestelltes Album eines Fans und hatte nie etwas mit Rihanna zu tun. „Rated R“ sollte eigentlich unter „Such A Fucking Lady“ auf dem Markt erscheinen – Warenhausketten der USA zogen Rihanna allerdings einen Strich durch die Rechnung: das Album unter solchem expliziten Titel wollte niemand vermarkten.

06. Fotobücher
Nicht eins, nicht zwei, sondern gleich drei angekündigte Fotobücher von Rihanna stehen uns noch aus. Denn bereits auf der Release-Party ihres aller ersten Fotobuchs vor vier Jahren, kündigte Rihanna ihr bereits zweites nicht nur an, sondern bestätigte sogar gleich noch, dass hieran schon gearbeitet werden würde. Brauch man wirklich vier Jahre um an einem Fotobuch zu arbeiten, wenn das erste innerhalb von nur wenigen Monaten entstand? Wohl kaum, dieses Buch scheint gecancelt worden zu sein. Rihanna in Griechenland by Dennis LeupoldDoch im letzten Jahr kündigte Rihanna dann erneut ein Fotobuch an, welches ihre beste Freundin Melissa schießen soll, die auch leidenschaftliche Fotografin ist. Doch über ein Jahr darauf, ist noch immer nichts zu sehen. Fotobuch Nummer Drei kündigte Rihanna dann vor exakt einem Jahr an: Fotograf Dennis Leupold soll dieses während der „Diamonds Tour“ geschossen haben, woraus er und auch Rihanna uns über die komplette Zeit hinweg bereits einige Bilder auf InstaGram hinterließen. Doch aus ihrem „coming soon“ ist nun bereits ein Jahr geworden. Ob es noch erscheint oder Rihanna durch das Hochladen der Bilder auf ihren sozialen Netzwerken bereits genug eingenommen hat?

07. „Talk That Talk“-Musikvideo
Damit hätten wir wohl unser Argument belegt, dass sich Pläne durch externe Einflüsse verschieben bzw. völlig streichen lassen können. Denn der Song „Talk That Talk“ in Zusammenarbeit mit Jay-Z gilt (bzw. galt) offiziell als die dritte Single-Auskopplung des gleichnamigen Studioalbums. Im Januar 2012 wurde dies offiziell bestätigt, in dem Rihanna die dazugehörige Single-Cover veröffentlichte. Doch es vergingen Monate und nichts weiteres geschah – bis uns Rihanna via Kommentar auf InstaGram aufklärte: „das Musikvideo wurde gestrichen, da ich Jay-Z nicht ‚bitches wanna fuck me‘ singen lassen kann, wenn seine Tochter Blue Ivy gerade erst geboren wurde“. Schade, dieser Song hätte ein Musikvideo verdient! Aber das Musikvideo ohne Jay-Z zu drehen, kommt in Rihannas Videografie absolut nicht in Frage.

08. „Paranoid“-Remix
Rihanna in Kanye Wests Das Musikvideo zu „Paranoid“ von Rapper Kanye West und Mr. Hudson kennt wohl jeder Rihanna-Fan. Warum? Sie spielt darin die Hauptfigur und ist im schwarz/weißem Video als paranoide Frau zu sehen. Doch mit der Veröffentlichung dieser im März 2009 hatten wir eigentlich viel mehr erwartet. Denn Rihanna wurde zuvor noch als Gast-Musikerin auf einem Remix der Single angekündigt, dessen Parts Sie bereits ein halbes Jahr zuvor aufgenommen haben soll. Doch am Ende wurde der Remix anscheinend gestrichen. Schuld daran könnte Chris Brown gewesen sein, der grundlegend dafür verantwortlich war, dass Rihanna nach jener Nacht im Februar 2009 sich aus der Öffentlichkeit gezogen hat. Da der Remix nur wenige Wochen nach der Prügel-Attacke veröffentlicht werden sollte und so wohl auch gewisse Promotion investiert werden müsste, scheint man die Kollaboration zurückgezogen zu haben. Dennoch ließ Rihanna Kanye nicht völlig sitzen und war immerhin noch bereit im Video mitzuwirken und das obwohl Sie nur wenige Wochen zuvor noch im Krankenhaus lag. Es war ihr aller erstes Projekt nach der Geschichte, wofür sich Rihanna ohne Zweifel Applaus verdient hat.

09. „777 Tour“-Recaps
Die „777 Tour“ im Jahr 2012 war eine in der Branche bisher einmalige und legendäre Tournee. Das „Besondere“ daran? Es gab nur sieben Shows – an sieben Abenden hintereinander und die auch noch in einem ganz anderen Land. Eine „badass“-Tour, die wie Rihanna später noch sagte gerne einmal wiederholt werden könnte. Doch bevor eine Fortsetzung in Angriff genommen werden könnte, veröffentlichte Sie über ihren Youtube-Kanal noch Hinter-den-Kulissen-Videos. Jeder Tag und somit jede Show sollte sein eigenes Video bekommen, doch bereits nach Tag Zwei war Schluss. Lag es daran, dass die bereits online gestellten Videos zu wenig Klicks erzielten oder daran, dass zum Schneiden kaum noch Zeit blieb? Immerhin ging es für Rihanna (und somit auch für die Crew) nach der wohl kürzesten Welttournee jemals direkt weiter an die Promotion des Studioalbums „Unapologetic“, für die auch die komplette Tour initiiert wurde. Schade, denn besonders ein „Recap“-Video (dt. „kurze Wiederholung) aus Berlin hätten wir gerne gesehen. Am 18. November 2012 spielte die „Tour“ nämlich auch bei uns und wir waren an vorderster Front live mit dabei. Eine DVD, die wenige Monate darauf erschien, rundete das Ganze allerdings noch ab.