8 Gründe, warum Rihannas neues Album solange auf sich warten lässt

Samstag-Abend, der 23. August 2014: Rihanna und Topmodel bzw. „bff“ Cara Delevingne verlassen den New Yorker Nachtclub „Finale“. Vor der Tür: etliche Fans und tobende Paparazzi. Einer davon? Ihr Paparazzi des Vertrauens, ihr Liebling unter allen – mit ihm redet Rihanna über alles, schenkt ihm zum Geburtstag sogar eine Umarmung. Was er mit seiner Kamera einfängt, teilt er mit uns Fans und womit immer er Sie auch befragt, Rihanna beantwortet ihm meist alles. Und da „24/7-Paps“ selbst einer von uns „Rihanna Navys“ ist, warf er ihr gleich noch die Frage: „Rih, wann bekommen wir deine neue Single?“ und den Spruch „ich kann es gar nicht mehr abwarten“ um die Ohren. Und wer hätte damit gerechnet? Rihanna erwidert mit den exakt selben Worten: „ich kann es auch nicht mehr abwarten!“ Wenn Rihanna also definitiv bereit für neue Musik ist, wieso sind dann selbst heute am 25. August 2014 noch immer keine neuen Songs von ihr auf dem Markt? Und das obwohl alle Sterne darauf hindeuten, dass der Großteil des kompletten neuen Albums bereits vollendet sein muss.

Wir haben daher tief eingeblickt und versucht zu erklären, wieso sich „#R8“ (übrigens nur ein Kosename der Fans!) so lange Zeit bis zur Veröffentlichung lässt. Schließlich muss doch irgendetwas dahinterstecken! Ein Produzent nach dem nächsten Songwriter plauderte bereits in etlichen Interviews über die Arbeiten an ihrem bereits achtem Studioalbum – doch wie nahe stehen wir der Release nun wirklich? Als absolute „Workaholic“ (dt. Arbeitstier) war Rihanna in Vergangenheit schließlich bekannt dafür vier Jahre lang jeden November aufs neue ein brandneues Album vorzulegen. Doch „#R8“ scheint bereits zu verstauben! Schon vor Wochen twitterten Bruder Rajad und Cousine Noella: „das Album werdet ihr lieben“ oder auch „#R8 ist abgefahren!“ Das Album daher schon komplett fertiggestellt? Alle Rihanna-Fans unwissend, denn die bereits im Mai versprochene „offizielle Ankündigung“ fehlt noch immer! Kein einziges Wort also aus dem Camp-Rihanna und außer irgendwelchen zusammengewürfelten tweets ihrer Fans in den Twitter-Favoriten auch nichts von Rihanna selbst.

Warum also? Warum lässt uns Rihanna so lange zappeln und quält uns mit dem Interpretieren ihrer Twitter-Favoriten, wenn Sie selbst bereit für die neue Ära ist? Liegt die Schuld am Ende nicht einmal bei ihr selbst? Wir haben die Antworten und erklären euch acht Gründe, warum Rihannas neues Album solange auf sich warten lässt:

Rihanna wechselte ihr Plattenlabel
Ja, zugegeben Rihanna wechselte bereits im letzten Jahr von Def Jam Recordings zu Jay-Zs Roc Nation, dennoch beansprucht so ein Wechsel enorm viel Zeit. Wer im Team ist nun zuständig für das Marketing? Wer übernimmt ihre Budgeting (dt. Kostenplanung)? Wer übernimmt die Kontrolle der Social Media-Accounts? Wer ist nun ihr Ansprechpartner? Wer ihr Manager? Fragen über Fragen, die intern nicht nur geklärt, sondern auch umgesetzt werden müssen. Schließlich war Rihanna ganze acht Jahre und über sieben Studioalben hinweg unter der „Kontrolle“ von Def Jam – bei Roc Nation unterschrieb Sie nun einen „Langzeit“-Vertrag ohne Limit an Anzahl veröffentlichter Alben. Ist Rihanna schon völlig bei Roc angekommen? Sie definitiv: für ihr neues Studioalbum war selbst Roc-Kollege DJ Mustard am Start und wann immer es große Neuigkeiten im Hause gibt, teilt Rihanna diese stolz mit den Medien. Doch ist ihr neues Team bereits bei ihr angekommen? Wie kommen alle Beteiligte mit der neuen Situation zurecht? Hat Rihanna schon eine neue Assistentin gefunden? Schließlich scheint Jennifer Rosales, die Sie schon seit Beginn ihrer Karriere begleitet, im nächsten Jahr andere Pläne zu haben: Sie will heiraten und eine Familie gründen, bei Rihanna bleiben kann Sie dann wohl nicht mehr…

Einfach jeder hat nun hohe Erwartungen
Jeder Rihanna-Fan weiß: wenn Sie ihre eigene Messlatte höher legt, versucht Sie alles dafür diese beim nächsten Mal noch viel höher zu setzen. Sie experimentiert herum, versucht mit neuen (und auch bisher eher unbekannten) Beteiligten neue Sounds zu kreieren und setzt immer wieder Trends. Ein Druck, der heute auf Rihanna lastet. Das Verlangen immer besser zu werden, alle zu übertreffen und vor allem: nicht zu enttäuschen. Denn vor allem ihre „Workaholic“-Einstellung erlaubt es ihr nicht einen Schritt zurückzugehen. Etwas zu veröffentlichen, was ähnlich klingt wie Songs aus ihrer vergangenen Diskografie? Kommt für Rihanna überhaupt nicht in Frage. Ihr Perfektionismus ist dann auch daran Schuld, dass ihre Alben meist erst wenige Tage vor Deadline (dt. Abgabetag des Albums) fertiggestellt werden – denn manchmal kommen die besten Songs und die schönsten Ideen nun mal erst kurz vor Schluss. „Stay“ aus „Unapologetic“ oder selbst „We Found Love“ aus „Talk That Talk“ sind nur einige solcher Beispiele an „Nachzüglern“.

Genau diese Messlatten selbst
Nicht nur Fans, sondern vor allem Kritiker, Experten, die Charts und renommierte Award-Shows erwarten heutzutage Großes von Rihanna. Denn wie übertrifft man ein Studioalbum, welches als ihr erstes an die Spitze der US-Album-Charts kletterte? Dann kam auch noch ein Grammy Award als „Bestes Urban/Contemporary Album“ hinzu und geboren ist die Schlagzeile: „wird Rihanna das noch toppen können?“

Rihannas angeborener Perfektionismus
Ein Rihanna-Ego kann da schon mal auf Stimmungsschwankungen treffen – denn ansonsten wäre der „perfekte Song“ für eine gemeinsame Single mit Katy Perry ja auch schon längst geboren. Denn selbst wenn Rihanna sich nicht als „perfekt“ abstempeln lässt und die Rolle des „Vorbilds“ nicht gerade mit offenen Armen begrüßt… ihre Song-Auswahl scheint wohl doch perfekt sein zu müssen.

Die intensive Planung
Was wir Fans zu sehen, hören und kaufen bekommen, hat Rihanna schon vor Monaten geplant. Das bewies uns vor allem ihre „Viva Glam“-Kampagne, die Rihanna uns sogar schon ein Jahr vor Veröffentlichung indirekt angekündigt hatte. Bei solch frühzeitiger Planung ist es kaum vorzustellen, was es dann bedeutet, wenn Rihanna gerade inmitten eines Plattenlabel-Wechsels steht! Doch was muss eigentlich alles geplant werden? Wir Fans bekommen von all dem kaum etwas mit, denn selbst die Organisation des Album-Booklet-Shootings bringt etliche Fragen mit sich. Wer dient als Fotograf? Wo wird geschossen? An welchem Tag/an welchen Tagen? Für wie viele Stunden? Welche Outfits werden benötigt? Welche Theme ist überhaupt gewünscht? Wann sind die Fotos bereit fürs Bearbeiten? Wann darf gedruckt werden? Wann folgt die Abnahme? Das sind tatsächlich „Ereignisse“, die im Voraus detailgetreu geplant werden müssen. Geht etwas daneben, verliert Rihanna nicht nur Geld, sondern auch viel wertvollere Zeit. Ein Beispiel? Für das Musikvideo zu „Pour It Up“ mussten wir fast ein halbes Jahr bis zur Veröffentlichung warten – einer der drei beteiligten Regisseure sprang plötzlich aus dem Projekt und in null Komma nichts muss das halbe Video neu gefilmt und geschnitten werden. Was für einen Stress Rihannas Manager daher haben muss – da er auch noch für andere Artists des Labels zuständig ist – ist auch an …

… Rihannas vollgepacktem Terminplaner …
… zu erklären. Denn Time-Management ist hier besonder schwierig. Rihanna ist einfach immer unterwegs, nimmt einen Jetlag nach dem anderen in Kauf, nur um auf der anderen Seite der Welt für die Arbeit gerade zu stehen. Wann Rihanna das letzte Mal in diesem Jahr Urlaub gemacht hat? Das kann uns nicht einmal Google beantworten! Denn Rihanna arbeitet einfach immer! Selbst an ihrem Geburtstag vor drei Jahren, ließ es sich unser Arbeitstier nicht nehmen zu büffeln und performte voller Leidenschaft während der Halbzeit des NBA All-Star Games. Weiteres Beispiel: Rihanna spielt in Berlin ihr „Diamonds Tour“-Konzert und läuft nur wenige Stunden zuvor in Paris über den Teppich der Chanel Fashion-Show – über 24 Stunden kein Schlaf für die sonst so Schlaf-verwöhnte Rihanna. Weiteres Beispiel, was uns auch wieder zeigt wie „Planänderungen“ ihren Terminplaner durcheinander bringen können: ihr einziger Tag frei inmitten der „LOUD Tour“ und Rihanna jetted Stunden zurück in der Zeit, um die Beerdigung des Vaters ihrer besten Freundin auf der Heimatinsel Barbados nicht zu verpassen. Nicht gerade selten, dass es vorkommt, dass Rihanna an nur einem Tag gleich mehrere Dinge erledigt. Ein Tag im Mai 2013: Rihanna dreht eine kurze Dokumentation, nimmt dabei gerade ihre neu River Island-Kollektion ab und filmt gleichzeitig auch noch eine Werbung für Budweiser und steht ganz nebenbei noch inmitten der „Diamonds Tour“. Denn die klare Regel unter den Rihanna-Fans besagt: selbst wenn es so aussieht, als hätte Rihanna gerade einen freien Tag, ist Sie irgendwie/irgendwo am Tag dennoch am arbeiten. Ihren Terminkalender hätten wir daher gerne einmal gesehen, da meckert niemand mehr über einen 8-Stunden-Arbeitstag.

Planänderungen, die den Terminplaner beeinflussen
Vertrauenswürdige Insider sagten bereits im April diesen Jahres voraus: Rihannas neue Single hätte im August veröffentlicht werden sollen. Hätte, hätte … denn zu dem Zeitpunkt dachte auch noch die ganze Welt, dass ihr Album 2 des Jahres im selben Jahr erscheinen würde, wie auch #R8. Das Konzeptalbum zum Dreamworks-Animationsfilm „Home“ (Rihanna synchronisiert die weibliche Hauptfigur) wär nämlich parallel zum Filmstart im November auf dem Markt gelandet, hätte Dreamworks den Veröffentlichungstermin nicht auf den März 2015 verschoben. Wär das Konzeptalbum mit 12 Songs von ihr daher im November bzw. Dezember erschienen, hätte man strategisch wohl das eigene neue Studioalbum ein wenig eher auf den Markt gebracht. Doch schon im Mai wurde bekannt: das Konzeptalbum erscheint doch nicht mehr im Jahr 2014 – Rihanna hat daher viel mehr Zeit für ihre eigenen Projekte und muss nicht eine Veröffentlichung nach der anderen aneinander drängen. Denn im September ebenfalls auf der Agenda: ihr langersehnter Männer-Duft „ROGUE for Men“ sowie ihre bereits zweite „Viva Glam“-Kampagne. So Geld-fixiert Rihannas Karriere auch sein mag, auf uns Fans Rücksicht zu nehmen, kommt unseren Portemonnaies wohl auch zu gute. Dennoch: bei solch hoher PR und wahrscheinlich hoher Medien-Präsenz zu den Zeiten der beiden Veröffentlichungen, käme eine Ankündigung zur neuen Ära gerade recht.

Externe Einflüsse am Album
Sind die Produzenten bezahlt? Welcher Radio-Sender bekommt die Ehre die neue Lead-Single zu aller erst abzuspielen? Ist ein Musikvideo bereits abgedreht, geschnitten und bereit zur Veröffentlichung? Wer zahlt die beste Prämie zum Veröffentlichungsrecht? Sind unsere Partner mit am Boot? Denn wenn Spotify oder sonstige in der heutigen Zeit wichtige Plattformen Rihannas neuen Projekte nicht unterstützen, könnte das Folgen haben: wie bekomme ich meine neue Single sonst an die breite Masse? Alle Beteiligten müssen darauf vorbereitet sein. Die Lead-Single muss um die halbe Welt geschickt werden und Team-Rihanna kann nur noch darum beten, dass einer der Partner nicht vertragswidrig wird und den Song vorab ins Netz stellt. Ein Horror-Szenario vor allem für die Zuständigen der Budgeting: enorme Verluste in den Einnahmen. Bis alle Partner daher zufrieden sind und bereit zur gleichzeitigen Veröffentlichung auf „go“ sind, könnte es dauern. Einige Radio-Moderatoren kündigten die neue Single bereits an, doch veröffentlichen darf noch niemand. Wir wissen heute wohl möglich auch endlich warum, verfluchen Fans, die von ihr eine „Auszeit“ verlangten und hoffen auf eine zeitnahe Release von #R8.