Rihanna als „Marketing-Instrument“ – so herrscht Rihanna über die Mode-Welt

„Einfluss“ – für uns nur ein Wort, in der Szene allerdings ausschlaggebend für den Erfolg und vor allem die Anerkennung eines Künstlers. Selbst das renommierte Forbes sowie das Time-Magazin listen jährlich die Künstler bzw. Personen mit dem größten Einfluss auf den Rest den Welt auf. Im letzten Jahr landete Rihanna auf der Forbes-Liste noch auf Platz 13 und das obwohl Sie in der Kategorie „Presse“ Platz Eins und in „Social Media“ Platz Zwei belegen konnte. Eine Kategorie scheinen beide Magazine allerdings völlig außer Acht zu lassen und das obwohl laut Designer Tom Ford diese kombiniert mit Social Media gefährlich für traditionelle Werbung sein könnte: die Kategorie Fashion. Diese würde Rihanna wohl ebenfalls von weit oben aus beherrschen, schließlich gehören Tom Ford, Olivier Rousteing (für Balmain) oder auch Stella McCartney zu den etablierten Designern, die in der Öffentlichkeit angeben, dass Rihanna als Inspiration für ihre Kollektionen diene. Tom Ford sagte jetzt im Style.com-Interview sogar:

Die Leute interessiert es schon gar nicht mehr, was irgendwelche Reviews oder Werbungen über eine Marke und deren Produkte aussagen. Die Kunden von heute wollen eher wissen, was Rihanna gerade auf InstaGram hochgeladen hat, welche Schuhe Sie trägt und wie Rihanna diese präsentiert und kommentiert. Darauf reagieren unsere Kunden viel intensiver!

Und der Mann muss es ja wissen! Schließlich trägt Rihanna seine Schuhe gerne und präsentiert diese auch offen im Netz – in Deutschland würde dies, falls eine Bezahlung dahintersteckt, bereits als Schleichwerbung und somit illegal gelten, doch unter amerikanischem Gesetz und der win-win-Situation völlig legal. Schließlich darf Rihanna so neueste Kollektionen bereits Monate im voraus tragen und dient so wohl als „Marketing-Instrument“. Das nutzt nicht nur Rihanna selbst, sondern auch jegliche weitere Designer aus, wie ihr hauseigener Stylist Mel Ottenberg nun dem New York Times in einem Interview verriet:

Es ist Ende Mai und wir haben schon die kompletten Herbst- und Winter-Kollektionen durch. Es ist vorbei. Was sich andere Frauen erst in Monaten im Handel erwerben können, ist für Rihanna bereits Schnee von gestern.

Die Idee dahinter ist ziemlich simple: denn wie Studien der Nielsen Company vor Jahren bereits belegten, vertrauen wir Menschen instinktiv eher Leuten, die wir kennen als den Versprechen irgendwelcher Unternehmen. Rihanna mit ihrer indirekten Vermarktung – schließlich sind die Marken ihrer getragenen Kleidung schnell übers Netz auffindbar gemacht – verspricht zahlreichen Unternehmen damit ein großes Plus im Umsatz, wie unser New Balance-Beispiel vor einigen Monaten bereits belegte. Rihanna erhält für ihren Einfluss auf die Branche am 02. Juni daher die offizielle Anerkennung in Form des CFDA Fashion Ikon Awards. Kaum vorstellbar, was dann noch alles möglich sein wird, sobald Rihanna ihre Versprechen in die Tat umsetzt und ihr eigenes Modelabel gründen wird…