Rihanna will eigenes Modelabel gründen

Was die „Produktionsfirma Rihanna“ mittlerweile so alles auf den Markt bringt, ist wahnsinnig vielseitig: Parfums, CDs, DVDs, Kinofilme oder wie aktuell Kosmetik oder gar Smartphones und Erfrischungsgetränke. Was Rihannas Erfolgskonzept so ausmacht, ist ihre ständige Präsenz in jeglichen Märkten, was ihr wahnsinnig viel Aufmerksamkeit verschafft. Vor allem der Bereich Mode interessiert sich besonders an Rihanna, wie ihr neues Interview mit dem amerikanischen VOGUE-Magazin nun wieder einmal beweist. Ob Pucci-Designer Peter Dundas, Balmain-Designer Olivier Rousteing oder Tom Ford und Alexander Wang – ihre Zitate in der aktuellen März-Ausgabe loben Rihanna bis aufs Feinste! Irgendwann jedoch wird Rihanna nicht mehr für solch namhafte Designer werben, sondern eher als gewaltige Konkurrenz in die Modewelt einsteigen. Denn genau wie es einst die „Fußballer-Frau“ Victoria Beckham schaffte, sich in der Modewelt zu etablieren, scheint es Rihanna nun ebenfalls angetan zu haben. Inspiriert von jungen Frauen aus dem Nahen Osten, die über InstaGram der Welt ihre Outfits präsentieren, will Rihanna laut eigenen Angaben in Zukunft nicht mehr für andere Marken – wie in Vergangenheit Armani oder River Island – designen, sondern schon bald unter ihrem ganz eigenen Namen vermarkten.

Dem VOGUE-Interview bzw. den Mitschriften der Redakteurin zufolge ist zumindest schon eindeutiger Kampfgeist und die Leidenschaft zur Mode zu erkennen. Getroffen haben sich beide Parteien nämlich zum Umstyling der Redakteurin, die nach zahlreichen Outfits schon gar keine Motivation mehr hatte, die von Rihanna ausgesuchten Stücke anzuprobieren. Rihanna trifft in diesem Moment jedoch genau die richtigen Worte: „willkommen in meiner Welt!“ Es sind Worte, die ihre Zukunftspläne untermauern. Man spürt beim Mitlesen richtig: das ist was Rihanna mal werden möchte. Sie selbst sagt zwar, dass die Musik „immer die Nummer Eins bleiben wird“, doch so nebenbei an anderen Projekten tätig zu sein – das kennt man von „workaholic“-Rihanna bereits. Wie Sie ihre Leidenschaft zur Mode entdeckte und was Rihanna sonst noch so über Fashion zu sagen hatte:

Als ich so um die 14 Jahre alt war, wollte ich nicht mehr das tragen, was mir meine Mutter mit nach Hause brachte. Ich hatte einen eher männlicheren Stil, denn alle meine Freunde waren Kerle und ich hatte es geliebt lockere Kleidung zu tragen. Mützen, Schals und Käppis – ich war ein echter Rebell, denn ich wollte so rumlaufen wie mein Bruder. Irgendwann war es dann sogar soweit, dass ich und mein Bruder wirklich immer dieselben Sachen trugen.

Viele meiner Entscheidungen heute sind daher eher gegen der Norm, aber ich komm damit ganz gut klar. Man muss einfach Risiken eingehen können und auch mal in den Männerabteilungen rumschauen. Man sollte nicht einfach nur irgendjemand in Klamotten sein! Angefangen hat diese Einstellung mit den ersten Tanzproben. Denn auf Tour will man in den Proben einfach locker sein und stinknormale Pullis und Sneaker tragen. Ich bin eben auch nur ein normaler Mensch, der den Ruhm doch gar nicht wollte. Ich wollte nie wirklich berühmt sein, sondern nur, dass meine Musik weltweit gehört wird. Dann wurde ich plötzlich Sängerin und der Ruhm kam frei Haus.

Doch der Ruhm beruht nicht nur allein auf meiner Stimme. Es gibt viele Leute mit mehr Talent als ich. Es gibt so viele bessere Stimmen da draußen, doch die Leute wollen dich als Menschen kennen lernen und Mode ist eine klare Identifikation, denn sie repräsentiert deine Einstellung und Laune. Man sollte sich darin einfach wohlfühlen – ich bevorzuge leichte, lockere Kleidung und vor allem Menswear! Wenn ich dann doch mal einen Top trage, dann natürlich ohne BH und wenn ich mal einen BH tragen sollte, dann auch wirklich nur einen BH. Ich will die Leute inspirieren, würde aber niemals wollen, dass sich jemand genauso kleidet wie ich es tue.

Bei solch treffenden Worten kommt es uns fast so rüber, als würde Rihanna viel eher Männer- als Damen-Kollektionen entwerfen wollen. Ihr persönlicher Designer Adam Selman sprach schon im letzten Jahr über eine bevorstehende Kollektion für ihre männlichen Fans. Was da noch alles kommen mag, darauf freuen wir uns jetzt schon!

Die VOGUE ist derweil schon jetzt ein Fan von der Modemarke „Rihanna“ – das komplette Interview sowie weitere Bilder vom Shooting gibt es hier zu sehen.