Rihanna und ihre Sammlung an „Demos“

Im Netz häufen sich mittlerweile die Songs hauptsächlich auf Youtube, die sich als sogenannte „Rihanna Demos“ ausgeben. Was viele Fans bereits wissen: 100% dieser sind nicht von Rihanna eingesungen. Eine „Demo“ dient dazu dem letztendlichen Künstler – in diesem Fall Rihanna – den für ihn geschriebenen Song näher kennen lernen zu lassen: wie sollte er gesungen werden? Passt dieser auf die eigene Stimme? Trau ich mich an den Song heran oder auch nicht? Es sind daher meistens die Songwriter selbst, die diese Demos einsingen oder von Demo-Sängerinnen einsingen lassen. Die im Netz aufgetauchten Demos dienen jedoch einem ganz anderen Zweck. Unabhängig davon, ob die Songs mit Rihanna in Hintergedanken geschrieben wurden oder auch nicht – letztendlich bei Rihanna landen werden diese wohl nie. Denn durch Rihannas Namen ergattert man im Netz schnell hohe Aufmerksamkeit und so kurbelt man durch falsche Künstler-Angaben auch mal seine ganz eigene Karriere an. Da muss der wahre Künstler nicht einmal daneben stehen, denn manchmal reicht schon die reine Wahrnehmung. So unterschrieb die niederländische Sängerin Eva Simons unter anderem nach ihrer im Netz aufgetauchten Demo zu „Silly Boy“ sogar einen Plattenvertrag mit EMI Music, nachdem diese Demo millionenfach angeklickt wurde – jedoch mit der Annahme Rihanna singen zu hören.

Doch besitzt Rihanna nun selbst auch solch Demos? Ja, die meisten sind uns jedoch nicht bekannt, da diese normalerweise nicht veröffentlicht werden. Ihre Demos sind dagegen eher als Rohschnitte anzusehen, die Sie erst einmal aufnahm, dann jedoch nicht mehr weiter nutzte und die Songs so an andere Künstler gingen. „Whipping My Hair“ ging so nach ihrer Absage daher an Jennifer Lopez, „Teach Me How To Say Goodbye“ sogar an unsere deutsche Sängerin Jeanette Biedermann. Auch die von Rihanna eingesungen und im Netz aufgetauchten Demos „Tip Pon Toe“ sowie „Sexuality“ existieren nur in der Demo-Version. Beides sind Songs, die für eines ihrer Alben gedacht waren, es am Ende jedoch nicht darauf schafften. Evan Rogers entdeckte vor knapp zehn Jahren Rihanna auf ihrer Heimatinsel Barbados, nahm Sie mit in die USA und arbeitete mit ihr an Demo-Songs, die daraufhin an verschiedenste Plattenlabel wie Def Jam verschickt wurden. Sein Plattenlabel besitzt wohl die größte Menge an unveröffentlichten Demos, schließlich sollten diese Demos den größeren Labels zeigen, wie vielseitig ihre Stimme sein kann. „Pon De Replay“ wurde bereits zu diesen Zeiten aufgenommen und unter Obhut von Def Jam fertig gebracht. Rogers Plattenlabel SRP Records veröffentlichte nun einen kurzen Ausschnitt aus dem bisher unveröffentlichtem Demo-Song „Baby Brown Eyes“ aus dem Jahr 2004.

Wir haben Dich verwirrt und jetzt weißt Du nicht mehr, welcher Song nun tatsächlich von Rihanna gesungen wird? Wir versprechen Dir: die Songs, deren Songtexte sich nicht in unserem Lyric-Center befinden, sind definitiv fake und nicht von Rihanna.