„Rihanna“ definiert sich selbst

Für die einen Vorbild, für manch andere Konkurrenz und für zahlreich weitere Gruppierungen eine Art von überflüssig – Rihanna sind die Meinungen anderer Parteien jedoch völlig egal, und um so wichtiger ist ihr daher die Meinung über Sie selbst zu halten. Doch trotz jeglicher Ignoranz gegenüber Hatern, scheinen negative Kommentare um ihre Person Sie doch irgendwie anzugreifen, vor allem wenn ihre Entwicklung vom „braven Mädchen“ zur „Bad-Bitch“ kritisiert wird. Abgesehen von einer nicht unterdrückbaren Entwicklung zur eigenen Identität, spielt hier aber auch ein ganz anderer Faktor eine besondere Rolle. In ihrem neuen Interview mit dem amerikanischen Glamour-Magazin erklärte Rihanna schließlich nun: „ich bin Robyn, Rihanna wird von den Leuten selbst entworfen – es ist nur eine Idee von dem, was ich wirklich bin.“ Im Klartext: Rihanna lebt ihr eigenes Leben, schließlich ist jeder wie es weiter heißt „individuell“ und was die Leute davon aufnehmen, kann lediglich interpretiert werden. Doch woher kommt ihre so wertvolle Einstellung?

Ich wurde während meiner Schulzeit ständig gehänselt: mal wegen meiner Hautfarbe, dann aufgrund meiner Oberweite. Heute sehe ich das nicht mehr als Schikane, sondern eher als eine Art Vorbereitung auf das Musik-Geschäft, denn heute kann ich mit solchen Kommentaren gut umgehen. Heute ist es mir nur wichtig, mich selbst nicht zu verstellen. Man sollte sich selbst klar stellen was einem wichtig im Leben ist. Wir sind alle einzigartig in unserer Verbindung zu Gott und wenn einem das bewusst wird, lassen einen die Meinungen anderer völlig kalt.

Sie hat schon viel durchgemacht und überstanden, aus Rückschlägen das Dreifache wieder herausgeholt und ist dabei einen geradlinigen Weg in Richtung selbstbewusste Karriere gegangen. Wie Rihanna selbst angibt, wurde Sie vor allem von Mutter Monica und der verstorbenen Großmutter Clara „Dolly“ in ihrer Lebenseinstellung beeinflusst und somit von der „warmen“ und „freundlichen“ Kultur auf der Heimatinsel Barbados. Genau hier fühlt sich Rihanna auch am wohlsten: das Essen, die Leute, das Wetter – hier versteht man Robyn und vergisst „Rihanna“. Die komplette Coverstory wurde daher während der „Diamonds Tour“-Sommerpause Anfang August von Terry Tsiolis auf Barbados geschossen. Das komplette Interview (u.A. über: ihren Stil, „Styled To Rock“, ihre Inspirationen, ihre gewagten Posts auf InstaGram und ihre Zukunft) gibt es hier auf englisch nachzulesen. Das Interview wurde übrigens kurz nachdem beendet, als ihr Interviewpartner Sie darauf ansprach wie Sie mit ihren InstaGram-Posts umgeht. Was Rihanna ihm zuvor versucht hat zu erklären, scheint er nicht verstanden zu haben: was Sie hochlädt ist zu 100% Sie selbst als Robyn. Die Gesprächsanteile von Seiten Rihanna wurden geringer und distanzierter, das Interview wurde beendet ohne dass Rihanna noch einmal erklären musste, wieso es ihr egal ist was ihr Gegenüber von ihren „Bildern aus dem Online-Fotoalbum“ hält. Das Magazin ist seit Anfang Oktober für circa 11€ auch an allen Flughäfen und Hauptbahnhöfen in Deutschland erhältlich.