Offizielle Musikvideo zu Rihannas „Pour It Up“

134 Tage ließ es auf sich warten und nun wo es das Musikvideo zur „Unapologetic“-Single „Pour It Up“ doch ins Netz schaffte, zählt für Rihanna nur noch eines: die Reaktionen ihrer Fans. Denn kurz nachdem Sie den Link zum Video twitterte, löste sich unter der Fanbase pure Hysterie aus. Vergessen die Gedanken, dass ihr die Veröffentlichung des Musikvideos heute bezogen auf höhere Chart-Platzierungen wirklich nichts mehr nützen würde – doch auch das zählt heute nicht mehr. Denn in den letzten Tagen drehte sich bei Rihanna alles nur noch um die Veröffentlichung: über ihre sozialen Netzwerke teilte Sie uns zahlreiche Backstage-Aufnahmen geschossen von der besten Freundin Melissa und auch ein erstes Hinter-den-Kulissen-Video erreichte uns bereits gestern, in welchem Rihanna eine der Darstellerinnen lobt und ihr persönlicher Hairstylist Yusef Williams verrät, dass keine der im Video zu sehenden Perücken vorab geplant war. Ebenfalls nicht geplant war die lange Wartezeit zwischen Drehtag Ende Mai und Release vor erst wenigen Minuten, schließlich erschienen alle ihrer Musikvideos in nur wenigen Wochen. Doch wie wir mittlerweile wissen, ist nicht Rihanna daran Schuld – und trotzdem versuchte Sie es höchstpersönlich in den letzten Tagen uns die Vorfreude zurückzuholen.

Im Video, welches von Dion Beebe und Geoff McLean gedreht wurde, steht die Frau als Person im Vordergrund: Rihanna als Diva und Stripperinnen, begleitet von zahlreichen Stripperinnen aus dem wahren Leben und sogar die Geldscheine aus dem Video sind mit dem Gesicht von Rihanna bedruckt. In der Szene gilt „Pour It Up“ daher schon als eine Art Hymne für die Frauenwelt, die sich den Worten des Produzenten Mike Will Made-Its nach „nicht mehr zurückhalten sollen, wenn es um Geldgeschäfte geht“. Rihanna selbst bestätigt dies und ist selber bekennende Besucherin zahlreicher Stripclubs und schmeißt vor Ort – wie der Titel der Single verrät – die Geldscheine buchstäblich in die Lüfte. Eine revolutionäre und gewagte Message, die mit Sicherheit – und das vor allem in Verbindung mit dem Musikvideo – auch riskant fürs eigene Image ist – doch gerade dieses Risiko geht Rihanna gerne ein und verteidigt so ihre ernster zu nehmende Rolle als Frau. In den USA stieg die Single in den letzten Monaten – und somit bereits vor Promotion bzw. Musikvideo – bis auf Platz 19 der Billboard Hot 100. Ein vielversprechender Weg in Richtung Erfolg, dem gleich fünf bekannte Rapper begleiteten und so bereits auf den offiziellen All-Star-Remix sprangen. Mit den Worten „Danke euch Navy! Ich bin stolz darauf, dass es euch gefällt“ verabschiedet sich Rihanna dann noch auf Twitter und überlässt uns ihr 41. Musikvideo der Karriere. Da die Single nur als US-Radio-Release veröffentlicht wurde, wird es das Musikvideo außerhalb des Netzes und vor allem in Deutschland nicht zu sehen geben.

Da die Video-Streaming-Plattform VEVO das Musikvideo offensichtlich nicht genehmigen wollte, wurde das Musikvideo auf dem „persönlichen Account“ von Rihanna hochgeladen, der zu Zeiten vor VEVO noch aktiver genutzt wurde. Den aktuell von Miley Cyrus amtierenden Rekord des „Videos mit den meisten Aufrufen innerhalb von nur 24 Stunden“ zu brechen ist daher unmöglich, da diese Rekorde und Auszeichnungen Teil der Streaming-Plattform sind. VEVO ist seitdem 01. Oktober 2013 übrigens auch in Deutschland tätig! Da die deutsche GEMA und Youtube jedoch buchstäblich zerstritten sind, gibt es die auf VEVO hoch geladenen Videos nur direkt auf VEVO.com in bester Qualität zu sehen. Das Musikvideo zur weltweit vierten „Unapologetic“-Single „What Now“ soll nach offiziellen Angaben VEVOs ebenfalls noch in dieser Woche erscheinen.



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Das Musikvideo bekam nur wenige Stunden nach der Premiere von Youtube eine Altersbeschränkung, eine Warnung vor dessen Inhalt und eine nicht mehr rückgängig zu machende Privatisierung zugewiesen – sprich: Youtube hat das Musikvideo gebannt. Doch am nächsten Morgen stellte plötzlich VEVO das Musikvideo ebenfalls online – scheinen nun wohl doch an Rihannas hohen Klickzahlen interessiert zu sein.