Deutsche Presse über Rihannas „Diamonds Tour“

95 Konzerte insgesamt und vier davon spielte Rihanna mit ihrer diesjährigen „Diamonds Tour“ bei uns in Deutschland. Wir waren bei allen vier Konzerten in Köln, Berlin und Hannover mit dabei und sind nach den Shows zahlreiche Reviews der deutschen Presse durchgegangen. Konzentriert haben wir uns darauf eher auf bekannte Quellen und haben teils harte Kritiken von unabhängigen Bloggern bewusst ignoriert. Unpünktlich war Rihanna zu dieser Tour zumindest bei uns übrigens nicht – bei ihrer regulären Bühnenzeit von 21:00 Uhr ließ sich selbst ihr Auftreten in Hannover um circa 21:35 Uhr noch recht gut sehen, da bereits die Voracts We Are GTA 15 Minuten verspätet auf die Bühne kamen. Das Pop/Funk-Trio HAIM – welches ebenfalls als ihr Voract angekündigt wurde – erschien übrigens zu keinem einzigen Konzert.

Der Nachrichten-Fernsehsender der RTL Group n-tv berichtet als eine der ersten deutschen Pressevertreter über das Konzert in Köln. Positiv und ohne wirkliche negative Kritik, wird Rihannas als „das nette Mädchen von nebenan“ beschrieben, die „ungewohnt pünktlich“ und „sexy“ auf der Bühne erscheint und dann auch noch richtig Party machen, zu den Balladen aber auch ziemlich überzeugen kann. Die Rheinische Post sieht dies ähnlich und stempelt Rihanna gleich als den „größten weiblichen Popstar unserer Tage“ dar, die auf der Bühne zwar „gelassen“ wirkt, in Akt 5 zu den Party-Songs die Menge aber auch richtig zum „Durchdrehen“ bringen kann. „Pünktlich, höflich und nah an den Fans“ heißt es auf News.de, die Berliner Zeitung sah das Konzert eher dazu um „auf die Scheide zu schlagen“, da die Anwesenden hier wohl nicht so sehr zum Tanzen gebracht wurden, obwohl die Deutsche Presseagentur von einer „gut gelaunten“ Rihanna in Berlin berichtet und die Bild-Zeitung aus Hannover schreibt, dass Sie die Menge buchstäblich „verrückt“ machte.

Auch wir sehen als Fanseite so einiges kritisch, doch einige Kritiken verblüfften selbst uns. Wir mögen dieselben Shows besucht haben, doch haben wir anscheinend zwei völlig verschiedene Sichtweisen und Gehöre. Die meiste Kritik gab es zum benutzten „Playback“, die nun wirklich minimal gehalten wurde und größtenteils im ersten Akt im Hintergrund verlief. Doch sind diese Back-Up-Vocals mehr als normal, schließlich kann und darf Rihanna auch nicht jeden einzelnen Ton singen und schreien, da die Tour nun mal knapp 100 Konzerte spielt und ihre beiden Background-Sängerinnen schließlich nicht ohne Grund eingestellt sind. Solche vorab zugeschnittenen Vocals dienen Rihanna aber auch zur Orientierung, falls Sie einmal ihren Songtext vergisst – durchgängig verlaufen diese jedoch nicht und gelten damit definitiv nicht als „Playback“ im Stil von Britney Spears. Ansonsten wurde an Rihanna selbst wenig kritisiert, eher aber an ihrem Publikum. „Größtenteils weibliche Teenager“ und „langweilige Menge“ hieß es so unter Anderem auf Koeln.de – doch haben selbst wir einige Individuen entdeckt, die wir so auf einem Pop-Rihanna-Konzert nicht erwartet hättet. Ob offensichtliche Rocker, Paare Ü60 oder Touristen aus Brasilien oder Frankreich – Rihanna verbindet uns alle und macht aus ihrem Konzert ein besonderes Ereignis. Zitate wie „Sie sieht so unecht aus, als stände eine Wachsfigur auf der Bühne“ oder „Sie singt live sogar besser als auf Band“ blieben bei uns hängen und machen bereits Lust auf die nächste Tournee.

Wer die Tour aus persönlichen Gründen übrigens nicht besuchen konnte, brauch sich definitiv keine Sorgen zu machen: denn wie Rihannas kleiner Bruder Rajad nun verriet, ist eine DVD zur Tour anscheinend definitiv in Planung! Weitere Informationen, Videos und Bilder zur Tour gibt es in unserer Tour-Section zu finden.