The Vaccines versuchen ihr Glück durch Rihanna

Zumindest eins hat die britische Indie-Rock-Band The Vaccines verstanden: dass die eigene Person bzw. Band durch negative, aber auch positive Meinungen geäußert über Rihanna vermarktet werden kann. Flo Rida tat es, zahlreiche Demo-Sängerinnen versuchten ihr Glück auf Youtube und nun hat es auch die vierköpfige Band The Vaccines (zu dt. „Die Impfstoffe“) geschafft. Denn im Digital Spy-Interview lästerte Gitarist Freddie Cowan (im Bild ganz rechts) erst einmal fleißig über Rihanna und ihre Kreativität als Künstlerin ab:

Rihanna ist keine Künstlerin – hinter ihr stehen 15 Songwriter und 15 Produzenten und Sie leiht diesen einfach nur ihr Gesicht. Coldplay haben Sie doch nur auf ihren Song geholt, um die „größte Band der Welt“ zu werden, größer als U2. Nichts gegen solche Kollaborationen, doch mir fehlt hierbei der artistische Wert.

Da hat sich aber jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt! Denn während er Sie dafür kritisiert, dass Sie ihre Songs doch alle geschrieben bekommt, sprach Sänger der Band Justin Young (im Bild zweite von links) noch selbst davon ihr einen Song zu schreiben. Da ist sich die Band untereinander wohl nicht so einig? Denn Young verriet nur wenige Wochen vor der Aussage des Gitaristen, dass wenn er Songs für andere Künstler schreiben würde, dann doch nur für Rihanna oder Lady Gaga. Da ist es wohl kein Wunder, dass dieser auch das Zepter in die Hand nimmt und die fiesen Kommentare seines Kollegen zurücknimmt. Nur wenige Wochen darauf sagte er dem NME-Magazin dann nämlich:

Ich fühle mich wegen der Sache echt dreckig. Ich höre mir jeden verdammten Tag Rihanna an, ernsthaft! Nur weil Sie Songwriter für sich schreiben lässt, bedeutet es nicht, dass Sie nicht artistisch sein kann. Ich finde definitiv, dass Sie eine echte Künstlerin ist und Kreativität besitzt. Das wurde alles falsch aufgenommen, ich liebe Sie!

Da sollte die Band Presse-Interviews wohl lieber gemeinsam geben, statt vereinzelt um widersprüchliche Aussagen zu vermeiden. Eins hat die Band, deren ersten beiden Alben es gerade einmal um Platz 80 der deutschen Alben-Charts schafften, jedoch mit Bravour ergattert: Aufmerksamkeit – die für eine Newcomer-Band aus dem letzten Jahr wohl nicht durch fiesere Weisen erreicht werden könnte.