Rihanna-Album „Talk That Talk“ noch immer erfolgreich

Kaum wird „Drunk On Love“ in der Erfolgs-Reality-Show „The Only Way Is Essex“ gespielt, kaum startet Rihannas erste eigene TV-Produktion „Styled To Rock“ und kurz nach einem wahren Tour-Marathon durch das Land, klettert ihr vor neun Monaten veröffentlichtes sechstes Studioalbum „Talk That Talk“ zurück an die Chart-Spitze der britischen Album-Charts. Selbst Rihanna konnte es trotz der indirekten Promotion kaum fassen und twitterte völlig erstaunt:

Im ernst? Ist das bestätigt? Das ALBUM? Ich mach mir gleich in die Hose! Neun Monate darauf! Die Briten haben es echt drauf!

Was sich erstaunlich anhört, hat jedoch einen kleinen Haken: Denn noch nie seit der britischen Chart-Verfolgung im Jahr 1994, platzierte sich ein Album mit nur 9,578 verkauften Platten an die Spitze der Charts. In einem Land von über 60 Millionen Einwohnern tatsächlich nicht gerade viel, in einer Zeit der Digitalisierung jedoch nicht ungewöhnlich. Seit Beginn ihrer Karriere im Jahr 2005 haben sich die Einnahmen der Musik-Industrie beinahe halbiert und Portale wie Youtube und Spotify sind bei Usern, die nicht bereit sind zu zahlen, beliebter als kostenpflichtige wie iTunes und amazon.

Daher ist der Titel als „Album das mit den wenigsten Verkäufen an die Hitlisten-Spitze klettert“ nicht gerade als „schlecht“ aufzunehmen – schließlich verkauften sich demnach hunderte an Alben weiterer Künstler noch „schlechter“. Seit Veröffentlichung vor rund neun Monaten verkaufte sich Talk That Talk drei Millionen mal weltweit, erreichte in neun Ländern die Spitze der Charts, ergatterte elf mal Platin und selbst in Deutschland bereits kurz nach Release Gold-Status.