Keine Klage gegen urheberrechtsverletzende Polizisten

Es grenzt schon an Cyber-Mobbing, auch wenn wir hier über Weltstar Rihanna sprechen. Die Nacht auf den 8. Februar 2009 endete für Rihanna im Los Angeler Krankenhaus, nachdem ihr damaliger Freund und Sänger Chris Brown auf der Heimfahrt gewalttätig gegenüber Sie wurde. Das daraufhin vertraulich geschossene Polizeifoto für die Akte tauchte nur zwei Wochen darauf auf der Online-Plattform TMZ auf. Drei ganze Jahre lang benötigte man, um die Verantwortlichen aus dem Kreise der Polizei ausfindig zu machen – wer schickte dem Gossipblog das Bild, welches nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war?

Den neuesten Berichten nach waren es Rebecca Reyes, die unmittelbar nach dem Angriff für den Fall eingeteilt wurde und ihre Kollegin Blanca Lopez, die nicht am Fall beteiligt war, jedoch im selben Büro ihren Sitz hatte. Wie die Los Angeles Police Department (kurz LAPD) bekanntgibt, wird es gegen ihre beiden Angestellten jedoch keine Klage geben – Grund dafür sind laut der Juristen die fehlenden Beweise, dass als Gegenzug bares Geld aus Seiten der Plattform erhalten wurde. Reyes soll das Foto mit ihrem Handy auf der Wache in Wilshire abgeschossen haben und dieses dann dem US-Fernsehsender Fox und der TMZ über belegbare Telefonate angeboten haben. Bankauszüge beider Verdächtigen weisen jedoch keine Überweisungen von TMZ auf, die es letztendlich über Reyes‘ LAPD-Email-Adresse erhalten haben. Aufgrund dieser Tatsache folgt nun keine Klage, da ein „ledigliches Zuschicken“ keine Straftat aufweist.

Wie Rihannas Rechtsanwalt Donald Etra betonte, sei dies eine interne Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Ob Rihanna weitere Verfahren um ihre Privatsphäre einleiten will, bleibt daher selbst ihm noch unklar. In Deutschland wären Freiheitsstrafen oder Geldstrafen vorstellbar – zumindest Rebecca war bereits vorbestraft. Beide Verdächtige werden ihren Job wahrscheinlich aufgeben müssen.