Rihanna im ESQUIRE Interview (deutsche Übersetzung)

Für die amerikanische November-Ausgabe des Männermagazins Esquire, die Rihanna zur Sexiest Woman Alive wählte, führte Rihanna ein exklusives Interview, in dem Sie rund um ihre aktuelle LOUD-Tour spricht. Wir haben euch nun das komplette Interview übersetzt:

ESQUIRE: Ich habe dich kurz Backstage getroffen gehabt, ich weiß nicht ob du dich erinnern kannst?
Rihanna: Ja, bevor ich raus in die Show ging.
ESQUIRE: Es war eine wirklich faszinierende Atmosphäre. Bodyguards, Tänzer, dutzende Leute die aussahen, als hätten sie nichts zu tun. Jay-Z duckte sich sogar in deinem Umkleideraum.
Rihanna: Ich lief gerade raus, als er herein kam. Er meinte einfach nur „yo“! Ich hatte meinen Tee in der einen und mein Getränk in der anderen Hand.

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ESQUIRE: Du trinkst beide zur selben Zeit?
Rihanna: Im einem ist Tee, im anderen etwas alkoholisches. Normalerweise dann Liquor, Wein oder Whiskey. Diese haben aber zu hohen Zuckergehalt und ich hatte einige Shootings am nächsten Tag vor mir. Daher musste ich an diesem Tag zu Wodka wechseln.

ESQUIRE: Lebst du in deinem Bus während der Tour?
Rihanna: Ich hasse es in Hotels zu gehen, wenn ich auf Tour bin. Ich mag es im Bus zu bleiben. Dort kann ich schlafen, duschen, und einfach direkt zum Veranstaltungsort gehen. Ich kann mit meiner Trainierin trainieren zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das Touren verschlechtert meinen Stoffwechsel, deshalb läuft alles stets sehr eng ab.
ESQUIRE: Was isst du auf Tour?
Rihanna: Ich bin wirklich dickköpfig wenn es ums Essen geht. Ich mag es nicht wirklich Neues auszuprobieren. Als ich nach Amerika kam, gab es dort so viele verschiedene Kulturen und Geschmäcker. Ich habe mir keinen Geschmackssinn für alles angeeignet. Wie, Tintenfisch? Jay-Z hatte mich gezwungen das zu essen.

ESQUIRE: Was machst du in deiner Umkleidekabine vor einer Show?
Rihanna: Ich lutsche Hustenbonbons, wässere meine Stimme und mache mir mein Make-Up. Außerdem sykpe ich mit meinem Vocal Coach, die mit mir, für eine halbe Stunde, meine Stimme aufwärmt. Dann spielt Jen, meine persönliche Assistentin, Barkeeper und mixt mir ein Getränk. Dieses verdünnt Sie, damit es nicht so hart wird mit Orangensaft, Sodawasser oder Limette.
ESQUIRE: Wofür brauchst du das Getränk?
Rihanna: Ich brauche es einfach. Ich nehme es wirklich ernst, denn eine Angst vor ner Show steckt immer dahinter. Ich überdenke mir alles wenn es um meinen Job geht. Das Getränk beruhigt meine Nerven. Ich trinke es während ich die Voracts performen sehe. Manchmal gehe ich sogar mitten in die Zuschauer. Dann ziehe ich mir einfach einen dicken Pullover an und gehe nach draußen.
ESQUIRE: Hat dich jemals jemand erkannt?
Rihanna: Manchmal, aber ich bin ihnen zu nahe um auszurasten. Wenn sie mich berühren, wird irgendjemand sie angreifen. Das letzte Mal schleuderte ich sogar einen BH in die Menge.
ESQUIRE: Deinen eigenen?
Rihanna: Um Gottes Willen, bist du verrückt? Wir haben das Mädchen mit dem größten Arsch und den größten Brüsten der ganzen Tour gefunden und haben ihre Unterwäsche mit auf die Bühne genommen, um Sie dann in die Menge zu werfen.

ESQUIRE: Wenn du aus deiner Umkleide kommst trägst du ein beeindruckendes Outfit.
Rihanna: Es ist ein Zweiteiler von Swarovski.
ESQUIRE: Kristalle?
Rihanna: Swarovski hat uns Tausende von Kristallen geschickt. Designer Tom Binns hat uns diese dann in Gestalt gebracht und Sie bemalt, denn Sie waren alle sehr glänzend.
ESQUIRE: Sehr interessante Technik, Kristalle anmalen.
Rihanna: Er ist bekannt dafür.

ESQUIRE: Bevor du auf die Bühne gingst, gab es ein großes Gebet und dann einen Gesang von dir.
Rihanna: „Wo sind wir, wo sind wir, wo sind wir!?. Ich muss den Ort immer laut hören können bevor ich da raus gehe, damit ich es auf der Bühne nicht verhaue.
ESQUIRE: Was passiert kurz bevor du auf die Bühne gehst?
Rihanna: Ich sage „Haus“ und die Licher gehen aus. Mein Kopf bleibt die ganze Zeit unten. Ich höre die Musik und weiß, dass ich nur noch elf Sekunden habe, um in meinen Käfig zu gehen, mein Getränk zu trinken und das Mikrofon zu checken. Dann habe ich nur noch drei Sekunden um ein weiteres Mal zu beten, dieses Mal für mich selbst und das Publikum. Ich bete immer für das Publikum mit.

Rihanna: Gibt es irgendetwas was du wissen willst, was auf der Bühne abgeht?
ESQUIRE: Wenn du zur Skin Performance jemanden aus dem Publikum auswählst, der einen Lapdance von dir bekommt. Steckt da Routine hinter, dass du weißt wer es sein wird?
Rihanna: Es ist nie vorher geplant.
ESQUIRE: Wer hat die besten Chancen?
Rihanna: Die Person, die sich selbst nicht so ernst nimmt und von der ich denken würde, dass es ihr sehr peinlich wäre, kommt mir auf die Bühne. Wie dieser alte Mann .. es ist einfach wahnsinnig lustig! Zu Beginn sollten es eigentlich nur Mädchen werden. Eine Nacht jedoch wählte ich einen homosexuellen Jungen aus und von da aus sogar richtige Männer – danach kamen die älteren Personen. Hast du den einen gesehen, dem es offensichtlich angenehm war?
ESQUIRE: Welche Stadt?
Rihanna: Ich weiß nicht mehr in welcher, aber ich weiß noch wie Er aussah.
ESQUIRE: Was war passiert?
Rihanna: Er wurde halt angeregt.
ESQUIRE: Also hatte er …
Rihanna: Wir haben sogar Bilder davon!

ESQUIRE: Was ist das Erste was du nach einem Konzert tust?
Rihanna: Ich und meine Freundinnen schreien und springen in der Umkleidekabine herum. Dann hänge ich in meiner Strumfhose, und nichts weiterem, für eine halbe Stunde herum.
ESQUIRE: Die Energie nach einer Show ist Backstage unglaublich.
Rihanna: Es hat viel zu tun mit dem Publikum. Ihre Energie ist unbestreitbar. Wenn du von der Bühne gehst könntest du lachen und weinen gleichzeitig. Es ist hart abzuschalten, wenn ich von der Bühne komme.
ESQUIRE: Als ich Backstage war, wollte ich dir Hallo sagen kommen, doch dann sah ich Heidi Klum mit ihren Kindern vor deiner Umkleide. Sie sahen aus, als würden sie Reihe stehen um den Präsidenten zu begrüßen.
Rihanna: Aww.
ESQUIRE: Kanye war am Lächeln, jeder war aufgeregt und jeder begrüßte den Anderen. Sie waren zwar nicht alle auf der Bühne, doch alle ein Teil der Show. Es war viszeral.
Rihanna: Danke Dir.